Brieftaube in einem Taubenschlag (Foto: dpa)

Liebhaber züchten und trainieren Brieftauben

Felix Schneider / Onlinefassung: Anne Staut   09.10.2019 | 14:52 Uhr

Zur Zeit des Ersten Weltkrieges waren Brieftauben sehr gefragt, um Botschaften zu übermitteln – auch über Feindesgebiet hinweg. Inzwischen wird die Brieftaube dafür nicht mehr benötigt, aber Liebhaber züchten und trainieren die Tiere bis heute.

Jürgen Jung aus Wellesweiler hat in seinem Taubenschlag im Garten rund 70 Tauben, strikt getrennt nach Männchen und Weibchen. Gemeinsam mit seiner Frau Brigitte ist der Rentner für sein Hobby schon weit gereist. Bei Wettkämpfen werden die Tauben mehrere hundert Kilometer von ihrem Taubenschlag weggebracht und dann finden sie ihren Weg nach Hause. Dabei können sie Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h erreichen.

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Faszination Brieftaube
Audio [SR 3, Felix Schneider, 09.10.2019, Länge: 03:09 Min.]
Faszination Brieftaube

Wie genau die Tiere nach Hause finden, konnten Forscher noch nicht herausfinden. Vermutlich orientieren anhand des Sonnenstandes und des magnetischen Feldes der Erde. Der Verband deutscher Brieftaubenzüchter unternimmt nun einen neuen Anlauf, das Brieftaubenwesen als nationales Kulturerbe anerkennen zu lassen. Bis Ende des Monats will der Verband sich bewerben.

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 09.10.2019 auf SR 3 Saarlandwelle.

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