Borkenkäfer (Foto: dpa)

Borkenkäfer auf dem Vormarsch

Oliver Buchholz   26.07.2018 | 13:00 Uhr

Der saarländische Wald hat durch die Trockenheit zunehmend auch mit Borkenkäfern zu kämpfen. Wenn es so trocken bleibt, könnte die Population in diesem Jahr doppelt so hoch werden als normalerweise.

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Borkenkäfer auf dem Vormarsch
Audio [SR 3, Oliver Buchholz, 26.07.2018, Länge: 03:03 Min.]
Borkenkäfer auf dem Vormarsch
Immer häufiger entdeckt Revierförster Winfried Fandel befallene Bäume - so zum Beispiel am Waldrand des Lebacher Hoxbergs.

Sie kommen. Und zwar in Scharen. Keine vier Millimeter groß, aber mit verheerender Wirkung: die Borkenkäfer. Ihr Ziel: Von der Trockenheit geschwächte Fichten.

Zwei Generationen Borkenkäfer sind eigentlich üblich. In diesem Jahr befürchten Experten aber bis zu vier Generationen. Normalerweise befallen die Tiere nur geschwächte Bäume, sollte es aber zum befürchteten Ausmaß kommen, können auch gesunde Bestände zum Ziel der Borkenkäfer werden.

Die aktuelle Hitze ist für die heimischen Arten ideal. Sie befallen Fichten, die durch die Trockenheit ausgelaugt sind und zerstören sie vollständig, in dem sie die Nährstoff- und Wasseradern der Bäume auffressen. Befalle Stellen im Wald kann man an grünen Nadeln auf dem Boden, an Bohrmehl am Stamm oder aus der Ferne an braun-roten Baumgruppen erkennen.

Langfristige Lösung: Mischwald

Eine kurzfristige und erfolgreiche Hilfe gegen den Borkenkäfer gibt es dem Saarforst zufolge nicht. Was hilft, ist eine dauerhafte Umstrukturierung des Waldes zu einem Mischwald ohne reine Fichtengebiete. Das soll - laut Saarforst - auch der Waldbrandgefahr vorbeugen.

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