Das Gebäude des Bertha-Bruch-Tierheims in Saarbrücken. (Foto: Patrick Wiermer)

Wer bezahlt für die Tiere im Heim?

Patrick Wiermer   12.02.2020 | 15:44 Uhr

Ein Hund ist entlaufen, ein Vogel entflogen – und oft landen die Tiere dann im Tierheim, zum Beispiel im Bertha-Bruch-Tierheim in Saarbrücken. Doch um die Finanzierung des Heims gibt es eine Debatte. Der Regionalverband möchte, dass neben Saarbrücken auch die anderen Gemeinden und Städte des Regionalverbands für die Unterbringung der Tiere zahlen. Doch die spielen da nicht mit.

Hinweisschild zum Tierheim.
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 12.02.2020, Länge: 03:17 Min.]
Hinweisschild zum Tierheim.

Die Betreiber des Bertha-Bruch-Tierheims wünschen sich mehr Zuschüsse von den Städten und Gemeinden, um den Betrieb langfristig zu sichern. Die Grünen im Regionalverband fordern daher schon seit zwei Jahren einen sogenannten "Konsortialvertrag". Das bedeutet, die Kommune tragen einen Teil der Kosten, die Heime übernehmen die Pflichtaufgabe. Die Verhandlungen zwischen Regionalverband und den Städten und Gemeinden des Verbands sind jedoch gescheitert. Das Bertha-Bruch-Tierheim erhält zurzeit rund 64.000 Euro an Zuschüssen von der Stadt Saarbrücken. Regionalverbandsdirektor Gillo möchte, dass sich die anderen Kommunen mit insgesamt der gleichen Summe beteiligen. Dadurch steigen aber de facto die Ausgaben für die einzelnen Städte und Gemeinden. Es soll noch weitere Gespräche zwischen dem Regionalverband und den Bürgermeistern geben. Die Situation scheint jedoch verfahren, der Ausgang der Gespräche ist ungewiss.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Nachmittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 12.02.2020 berichtet.

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