Dem Bernhardiner verfallen

Dem Bernhardiner verfallen

Julia Becker   16.10.2018 | 09:45 Uhr

Er ist groß, schwer, wachsam und sehr verschmußt: der Bernhardiner. Viele kennen ihn nur noch als Filmhelden wie in "Ein Hund namens Beethoven", denn diese alte Schweizer Hunderasse ist nur noch selten im Alltag zu sehen. Im saarländischen Brenschelbach war das vor Kurzem ganz anders. Denn dort fand eine Spezialzuchtschau des St. Bernhards-Klub e.V. statt - erstmals wieder seit über 30 Jahren im Saarland.

Bei der Spezialzuchtschau in Brenschelbach konnte man 63 Bernhardiner live erleben. Ins Land geholt hatten sie Kerstin und Wolfgang Stalter, die mit sechs Bernhardinern zusammenleben und auch selbst eine Zucht betreiben und zwar seit vier Jahren und das recht erfolgreich. Die Bernhardiner vom Kloster Hornbach - so der Name ihrer Zucht - haben gerade in Italien wieder einen Titel abgeräumt: "Alexia" und "Apollo" sind zum schönsten Paar der Welt gekürt worden.

Dabei ist der Bernhardiner kein Modehund. "Und das ist gut so", sagt Kerstin Stalter. Dass dem so ist, liege unter anderem sicherlich an der Größe. Ein Bernhardiner kann bis zu knapp einem Meter groß und bis zu 90 Kilogramm schwer werden. Viele wüssten auch nicht, dass der Bernhardiner kein Zwingerhund, sondern ein ausgesprochener Familienhund ist - wenn auch mit einem großen Wachtrieb.

Über dieses Thema wurde auch in den "Bunten Funkminuten" am 16.10.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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