Bistum Trier (Foto: dpa)

Bistum soll Reformpläne überarbeiten

Oliver Buchholz   09.06.2020 | 16:56 Uhr

Das Bistum Trier will die Pläne zur Umstrukturierung der Pfarreien überarbeiten. Das teilte das Bistum am 9. Juni mit. Am Freitag waren unter anderem Bischof Ackermann und Generalvikar von Plettenberg zu Gesprächen im Vatikan. Vorangegangen waren zwei Beschwerden über die Pläne, der Vatikan hat die Reform daraufhin vorerst pausiert.

Der Vatikan hege vor allem Bedenken, was die Rolle des Pfarrers in der Leitung der Großpfarreien betrifft, so das Bistum. Die neuen Pfarreien sollen nach den aktuellen Plänen künftig von einem Team und nicht mehr nur durch den Pfarrer geleitet werden.

Auch die Geschwindigkeit der Umstrukturierung und die Größe der geplanten Pfarreien stellt der Vatikan auf den Prüfstand.

Das Bistum Trier muss nun gemeinsam mit Mitarbeitern und Räten erneut über die Reform beraten und sie so umarbeiten, dass der Vatikan zufrieden und die Lösung den Ergebnissen der Synode, die die Reform angestoßen hat, Rechnung trägt. Einen konkreten Zeitplan dafür gibt es noch nicht.

Die Priestergemeinschaft und die Initiative „Kirchengemeinde vor Ort“, die sich beim Vatikan über die Pläne beschwert hatten, sagten dem SR, es sei ein positives Zeichen, dass die Pläne nun überarbeitet würden. Beide seien bereit, an Neuregelungen mitzuarbeiten.

Ein Thema in der "Rundschau" am 09.06.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

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