Dachs (Foto: pixabay / andyballard)

Der Dachs hat im Saarland super Bedingungen

Mit Informationen von Herbert Mangold   21.09.2021 | 09:30 Uhr

Einen Dachs erkennt man an schwarz-weißen Streifen am Kopf. Wer das in der Natur sehen will, muss viel Geduld haben und vor allem nachts unterwegs sein. Denn die Vierbeiner sind sehr scheue und nachtaktive Tiere.

Der Dachs, ein scheuer und vielseitiger Waldbewohner
Audio [SR 3, Herbert Mangold, 21.09.2021, Länge: 04:09 Min.]
Der Dachs, ein scheuer und vielseitiger Waldbewohner

Wenn "Meister Grimbart", wie er früher auch genannt wurde, nachts aus seinem Bau kommt, dann vor allem, um zu jagen. Auch wenn er von weitem niedlich und kompakt aussieht, ist er ein Kraftpaket, das schnell unterwegs sein kann. Dachse sind nämlich Raubtiere aus der Familie der Marder. Mit bis zu 25 Kilogramm sind sie die größten und schwersten Marder.

Die Feinde des Dachses sind normalerweise Bären, Uhus oder Wölfe. Auf die trifft er im Saarland aber nicht. Früher wurde er auch noch gezielt vom Menschen gejagt. Aus dem Fett konnte man eine Rheumasalbe machen, es gab auch Dachsschinken und aus seinen Haaren wurden Rasier-Pinsel gemacht. Doch das ist inzwischen aus der Mode. Ideale Bedingungen also, dass sich der Dachs gut vermehren kann.

Dachse sind Allesfresser

Das beobachtet auch Förster Martin Eberle in seinem Revier in Kirkel. Dort kannte er früher nur einen belebten Bau, inzwischen sind es sechs oder sieben. Da leben dann 60 bis 80 Dachse. Sie können zwischen sechs und 14 Jahre alt werden. Dachse sind Allesfresser. Ihre Hauptnahrung sind Regenwürmer. An Waldrändern finden sie aber auch Beeren, Eichel oder Buchecker.

Das Saarland ist in vielen Bereichen ein kleines Paradies für Dachse. Hier lässt es sich für sie richtig gut leben. Wer abends unterwegs ist, hat vielleicht auch mal das Glück, in der Nähe eines Baus einen Dachs zu entdecken. Nicht ganz einfach, aber auch nicht ganz unmöglich.

Ein Thema in den Bunten Funkminuten von SR 3 Saarlandwelle am 21.09.2021

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