Wald im Saarland (Foto: SR)

Millionenschäden und Waldbrandgefahr

Renate Wanninger   19.10.2018 | 06:52 Uhr

Den einen freut das schöne Wetter, andere machen sich Sorgen um die Natur, die diesen Sommer und Herbst eine heftige Trockenheit wegstecken muss. Pflanzen und Bäume sind gestresst, vertrockenen zum Teil regelrecht. Und da gibt es noch eine andere Gefahr: Waldbrand

SR 3-Reporterin Renate Wanninger hat mit zwei Wald-Fachleuten über die Trockenheit gesprochen: dem sechsjährigen Emil und mit Joacheim Stelzer vom Saarforst Landesbetrieb.

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Die monatelange Trockenheit macht den Bäumen zu schaffen (Foto: pixabay / Picography)
Audio [SR 3, Renate Wanninger, 19.10.2018, Länge: 04:25 Min.]
Die monatelange Trockenheit macht den Bäumen zu schaffen (Foto: pixabay / Picography)

Wer jetzt durch den Wald geht, hört zwar das Rascheln des Laubs durch die Trockenheit deutlicher, Schäden der Trockenheit sind aber kaum zu erkennen. Zum Beispiel an den Birken, sagt Joacheim Stelzer. Bei den Fichten droht ein Totalverlust. Denn die Fichten sind wegen der anhaltenden Trockenheit auch noch vom Borkenkäfer befallen. Diese konnten sich prächtig vermehren.

Die Fichten sind besonders betroffen

Im nächsten Frühjahr stehen daher drei Generationen von Borkenkäfern in den Startlöchern. Das sind extrem viele, die dann auch eine zu große Gefahr für die anderen Bäume darstellen. Für Stelzer ist klar: Die Fichten müssen weg.

Der Landesbetrieb befürchtet, durch die anhaltende Trockenheit Schäden in Millionenhöhe. Die Fichten machen etwa zehn Prozent des saarländischen Baumbestandes aus. Bei Eichen und Buchen müsse man abwarten, wie sich das Wetter weiter entwickelt. Aber auch hier müsse man mit Schäden rechnen.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 19.10.2018 berichtet.

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