Symbolbild: Freibad (Foto: pixabay/Hans)

Freibädern fehlt Personal

mit Informationen von Simin Sadeghi   17.05.2018 | 07:25 Uhr

Saarländische Freibäder können nicht mehr durchgehend öffnen, weil die Kommunen zu wenig Rettungsschwimmer und Bademeister finden. Der Regionalverband Saarbrücken geht die Probleme offensiv an.

Sonnenschein und sommerliche Temperaturen: Perfektes Freibadwetter. Viele gehen gerne früh morgens schon eine Runde schwimmen oder mit den Kindern und Enkel nach der Arbeit. In einigen Freibädern im Saarland geht das aber nicht mehr, zumindest nicht jeden Tag. Der Grund: Zu wenig Bademeister oder Rettungsschwimmer im Saarland.

Zu wenig Bäderpersonal in Mettlach und Wallerfangen
Audio [SR 3, Simin Sadeghi, 17.05.2018, Länge: 02:23 Min.]
Zu wenig Bäderpersonal in Mettlach und Wallerfangen

In Mettlach zum Beispiel. Dort bleibt das Schwimmbad montags geschlossen, mittwochs und freitags öffnet es erst um 11 Uhr und dienstags und donnerstags schließt es schon um 18 Uhr. Der Gemeinde fehlen laut Bürgermeister Daniel Kiefer Rettungsschwimmer. Und das, obwohl die Kommune ständig Werbung mache.

Auch an Bademeistern mangelt es

In Wallerfangen gibt es ein ähnlich gelagertes Problem. Hier sind es nicht die Rettungsschwimmer, sondern die Bademeister, die fehlen. Die Ausbildung dazu ist weitaus intensiver, als die zum Rettungsschwimmer, denn zum Beruf gehören neben der Fähigkeit Menschen aus dem Wasser zu retten auch Kenntnisse in Hygiene. Dazu kommt eine schlechte Bezahlung.

Der Stadtverband Saarbrücken geht offensiv mit den Problemen um. Die Geschäftsführerin der Bäderbetriebsgesellschaft, Gabriele Scharenberg-Fischer teilte dem SR mit, dass der Betrieb an Schulen geht und Schülern Praktika in den Bädern des Regionalverbandes anbietet. „Das klappt soweit ganz gut“, erklärt sie.

Video [aktueller bericht, 17.05.2018, Länge: 3:02 Min.]
Personalmangel in saarländischen Freibädern

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