Ein Feldhamster krabbelt auf einer Ackerfläche (Foto: dpa/Uwe Anspach)

Hilfe für bedrohte Tiere

Michael Friemel, Online-Fassung: Patrick Wiermer   12.10.2021 | 07:07 Uhr

Über 37.000 Tiere und Pflanzen gelten weltweit als bedroht. Wie man Tierarten besser schützen kann, dazu tagt derzeit die UN-Artenschutzkonferenz in China. Aber auch im Kleinen kann viel getan werden - bereits vor der eigenen Haustür.

Artenschutz vor der Haustür
Audio [SR 3, (c) SR Michael Friemel , 12.10.2021, Länge: 02:33 Min.]
Artenschutz vor der Haustür

Der Feldhamster, die Zauneidechse und der Laubfrosch stehen unter Artenschutz. Wie auch viele andere Tiere in Deutschland. Mit einfachen Mitteln können die geschützt werden.

Im Saarland gibt es etwa einen Kaugummiautomaten, der heute Naturschutz leistet. Er spendet Krokusknollen. Am Ende freut´s die Bienen. Ein Lesesteinhaufen oder große Bäume bieten zahlreichen Krabblern und Vögeln ausreichend Platz. Und über blühende Wiesen freuen sich viele Insekten.

Was bringt die Artenschutzkonferenz in China?

In China tagt zurzeit die Artenschutz-Konferenz der UN. Die Lage scheint dramatisch: Jede achte Vogelart ist gefährdet. In naher Zukunft könnte es bis zu einer Million weniger Arten weltwet geben.

Es habe lange gedauert, bis Politik und Gesellschaft ein Ohr hatte für die biologische Vielfalt, sagt Alice Thiel-Sonnen, Korrespondentin vor Ort. Die Vielefalt verschwinde leise. Es brauche nun einen neuen Anfang in China, mit einem neuen Abkommen. Doch dann müssten die Maßnahmen auch umgesetzt werden. Das sei das Manko des letzten Zielekatalogs gewesen, es gab keine Strafen, das war zahnlos.

Artenschutz: Zu spät, zu zahnlos?
Audio [SR 3, (c) SR Alice Thiel-Sonnen, 12.10.2021, Länge: 03:20 Min.]
Artenschutz: Zu spät, zu zahnlos?
In China starte die UN-Artenschutzkonferenz. Doch welche der hochgesteckten Ziele wurden bislang überhaupt erreicht?

In Deutschland sind wir auf einem guten Weg, sagt Thiel Sonnen. Aber auch wir könnten noch mehr Ökosystem aufbauen, etwa bei den Mooren. Außerdem können wir noch den Einsatz von Schadstoffen verringeren.

Ein Thema in der Sendung "Guten Morgen" vom 12.10.2021. auf SR 3 Saarlandwelle.

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