Französischunterricht an Grundschulen (Foto: dpa)

Fremdsprachen lernen in der Kita

Nadine Thielen / Onlinefassung: Raphael Klein   13.11.2019 | 12:15 Uhr

Ist es gut, wenn Kinder schon in der Kita eine Fremdsprache lernen oder erzeugt das unnötigen Druck und ist eher Ausdruck einer rücksichtslosen Lesitungsgesellschaft, die selbst vor den Kleinsten nicht halt macht? Der Sprachwissenschaftler Jürgen Meisel hat da eine ganz klare Meinung. Eine Fremdsprache in der Kita zu lernen, sei eine riesige Chance, sagt er. Denn da seien sich alle Sprachwissenschaftler einig: Kinder im Kita-Alter lernen neue Sprachen kinderleicht. Die Frage ist nur: Wie?

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ARD-Themenwoche "Zukunft Bildung": Fremdsprachenlernen in der Kita
Audio [SR 3, Nadine Thielen, 13.11.2019, Länge: 02:48 Min.]
ARD-Themenwoche "Zukunft Bildung": Fremdsprachenlernen in der Kita

Wie das Erlernen von Fremdsprachen schon vor der eigentlichen Schulzeit gelingen kann, zeigt zum Beispiel eine Kita im saarländischen Ittersdorf bei Wallerfangen. Hier hört man die Kinder fast wie selbstverständlich neben Deutsch auch Französisch sprechen. Einen Unterricht im klassischen Sinn gibt es hier allerdings nicht.

Eine Muttersprachlerin begleitet die Kinder in allen Gruppen und spricht mit ihnen Französisch. Keine Tests, Vokabeln lernen oder Ähnliches. Es geht um das spielerische Erleben der fremden Sprache. Heraus kommt im besten Fall eine druckfrei erlernte Mehrsprachigkeit. Nicht nur kinderleicht, sondern auch ganz natürlich: Denn zur Mehrsprachigkeit sei der Mensch von Natur aus veranlagt, sagt Sprachwissenschaftler Jürgen Meisel.

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 13.11.2019 auf SR 3 Saarlandwelle.

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