Mobbing-Opfer (Foto: dpa)

Mobbing an Schulen: Was kann man tun?

Michael Schneider / Onlinefassung: Raphael Klein   22.02.2019 | 16:55 Uhr

Wenn sich viele gegen einen Einzelnen verbünden, um ihn systematisch zu schikanieren, dann nennt man das Mobbing. Ein Problem, das bei Heranwachsenden auftreten kann, aber auch an Universitäten oder am Arbeitsplatz. Darauf aufmerksam machen will der "Behaupte-Dich-Gegen-Mobbing-Tag", der zweimal im Jahr begangen wird. SR-Reporter Michael Schneider hat sich am Beispiel einer saarländischen Schule mal angesehen, was man gegen Mobbing tun kann.

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Anti-Mobbing-Tag: Was kann man gegen Mobbing an Schulen tun?
Audio [SR 3, Michael Schneider, 22.02.2019, Länge: 02:39 Min.]
Anti-Mobbing-Tag: Was kann man gegen Mobbing an Schulen tun?

You-fair.de - Gegen Hetze im Netz
Internetangebot des Landesjugendrings. Die Seite informiert über Cybermobbing, Trolle, Hate Speech und Shitstorm. Darüber hinaus gibt es Kontaktadressen, wo sich Betroffene hinwenden können

Ganz besonders kritisch ist Mobbing unter Schülern, weil es für sie oft sehr schwierig ist, aus dieser Spirale auszubrechen. Wie im Schulalltag gegen Mobbing vorgegangen werden kann, erklärt Vertrauenslehrer Max Ludwig vom Rotenbühl-Gymnasium in Saarbrücken: Wichtig sei es zunächst, Mobbing-Betroffene rechtzeitig zu erkennen, denn oft wendeten sich Schüler nicht an Lehrer oder Eltern. Klassische Anzeichen seien Verhaltensauffälligkeiten, Schüler, die sich zurückziehen oder nicht mehr gerne in die Schule gingen. Hier brauche es ein feinfühliges Gespür der Lehrkräfte, so Ludwig.

Alle müssen mit ins Boot geholt werden
Im nächsten Schritt sei es wichtig, schnell zu reagieren und alle miteinzubeziehen - Eltern, Schüler, Klassensprecher und auch die Vertauensschüler, so Ludwig.

Aufklärung, Förderung & Prävention
Hiflreich können auch präventive AGs sein, um einerseits auch über das Thema Mobbing erstmal aufzuklären und anderseits das Selbstbewusstsein der Schüler zu stärken.

Cyber-Mobbing
Besonders problemtatisch ist das sogenannte "Cyber-Mobbing" - ein Problem, das durch die Verbreitung der Smartphones zunimmt. Beim Cyber-Mobbing werden meist herabwürdigende Bilder und Botschaften unter den oft gut vernetzten Schülern ausgetauscht und verbreitet. Auch hier sei es wichtig, aufzuklären, Fälle von Cyber-Mobbing zu erkennen und sich als Lehrkraft oder Elternteil einzuschalten - unter Umständen auch mit Hilfe von Schulpsychologen, rät Ludwig.

Ein Thema in der Sendung "Region am Nachmittag" vom 22.02.2019 auf SR 3 Saarlandwelle.

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