Saar-Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) (Foto: IMAGO / BeckerBredel)

Das Saarland stellt die deutsch-französische Kulturbevollmächtigte 2023

mit Informationen von Nadine Thielen   23.11.2022 | 09:38 Uhr

Anke Rehlinger reist nach Paris und zwar als Vertreterin eines Amts, das sie erst ab 2023 inne haben wird: Als deutsch-französische Kulturbevollmächtigte. Im Gespräch mit SR-3 Moderatorin Nadine Thielen, erklärt Prof. Frank Baasner, was das überhaupt für ein Amt ist.

Zwischen Deutschland und Frankreich tut sich einiges. Und auch wenn Präsident Macron und Bundeskanzler Scholz zeitweise nicht zueinander fanden, stehen alle Zeichen auf Wende zurück zur deutsch-französischen Freundschaft. Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock war gerade in Paris, die französische Premierministerin Élisabeth Borne besucht Berlin.

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Als Kulturbevollmächtigte in Paris
Audio [SR 3, (c) SR, 23.11.2022, Länge: 03:46 Min.]
Als Kulturbevollmächtigte in Paris

Auch Anke Rehlinger reist nach Paris. Und zwar in ihrer Funktion als deutsch-französische Kulturbevollmächtigten des Bundes. Dieses Amt sei nach dem Elyssée-Vertrag 1963 gegründet worden, sagt Prof. Frank Baasner, weil in Deutschland die Länder für Kultur und Bildung zuständig sind. Anders in Frankreich, da gibt es ein eigenes Kulturministerium in Paris.

Die Kulturhoheit der Länder

Es handele sich um ein Sonderamt, das nur dafür geschaffen wurde, um die Kulturhoheit der Länder zusammenzufassen, damit der französische Kultur- und Bildungsminister nicht mit 16 einzelnen Ländervertretern in Konferenz treten müsse. Die deutsch-französische Kulturbevollmächtigte sei also eine künstliche Bundesministerin, die dann nur an dem jeweiligen einen Tag der Zusammenkunft und Verhandlungen Teil der Bundesregierung sei, sagt Baasner.

Große Fußstapfen?

Anke Rehlinger tritt die Nachfolge von Hendrik Wüst an, der das Amt zuvor als Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens inne hatte. Wüst habe zwar vielleicht mehr Mittel zur Verfügung gehabt, meint Baasner, aber wichtiger seien die politischen Ziele und nicht die Größe des Bundeslandes.

Zurück zur deutsch-französischen Freundschaft

Die letzte Regierungskonferenz, an der ein deutsch-französischer Kulturbevollmächtiger teilnehmen sollte, wurde auf Grund inhaltlicher Differenzen verschoben. Der Wille zur Verständigung sei aber da, sagt Baasner.

Ein Thema aus der Sendung "Guten Morgen" am 23.11.2022 auf SR 3 Saarlandwelle

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