Krötenwanderung (Foto: NABU)

Die Amphibienwanderung steht vor der Tür

Julia Becker   28.01.2020 | 10:10 Uhr

Noch ist Winter, aber die milden Temperaturen sind für die ersten Amphibien das Startsignal, sich auf den Weg zu den Laichplätzen zu machen. Und das ist häufig ein gefährlicher Weg. Damit Kröten, Frösche und Co. nicht auf der Straße enden, werden vielerorst Fangzäune aufgestellt. Für das Einsammeln der Tiere braucht es dann helfende Hände.

Ute Fugmann ist Amphibienschutzbeauftragte des NABU und Naturschutzbeauftragte der Landeshauptstadt. Sie organisiert mit einer Kollegin die Helferpläne für die Amphibienwanderung. Acht, neun Grad und feuchtes Wetter sei für Amphibien das Startsignal für die Wanderung, sagt Fugmann. Normalerweise ist das Mitte Februar der Fall. Die Zäune müssen rechtzeitig stehen, denn die Wanderung könnte früher beginnen oder anders verlaufen als im letzten Jahr.

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Amphibienhelfer gesucht
Audio [SR 3, Julia Becker, 28.01.2020, Länge: 05:00 Min.]
Amphibienhelfer gesucht

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Ute Fugmann
Fon: 0174 - 9453713

Die Zäune werden von der Stadt aufgestellt "und sobald sie stehen, müssen sie morgens und abends abgegangen werden", sagt Furmann. Die Eimer, die alle zehn Meter an den Zäunen platziert sind, müssen kontrolliert und die gefangenen Tiere dann zu ihren Laichplätzen gebracht werden.

Ab 30 km/h wird es für die Tiere tödlich

Wer wandernde Frösche und Kröten auf der Straße entdeckt, sollte nicht einfach anhalten. Das Risiko eines Unfalls ist viel zu groß, weshalb auch die Amphibien-Schützer bei ihren Einsätzen an der Straße immer Warnwesten tragen. Was man aber tun kann ist: Langsam an den Tieren vorbeifahren - am besten mit maximal 20 Stundenkilometern. Und das nicht nur, um so die Gefahr zu reduzieren, ein Tier zu überfahren: Ab 30 Stundenkilometern sind die Druckwellen, die vorbeifahrenderAutos erzeugen, nämlich schon tödlich für die Tiere.

Der Gartenteich - aktiver Amphibienschutz

Wer sonst noch etwas für Kröten und Co. tun will: Wie wär's mit einem Gartenteich - und zwar ohne Fische. "Ein Refugium für Molche und Frösche, die mindestens genau so interessant sind wie ein Goldfisch", sagt Bollinger. Damit die Frösche, Kröten und Molche auch in Zukunft eine Zukunft haben.

Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" am 28.01.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

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