Grabkreuz auf einem Friedhof (Foto: dpa)

Ärger über die neue Friedhofsgebühr

Patrick Wiermer   13.12.2018 | 12:45 Uhr

Auf den Wallerfanger Friedhöfen kehrt keine Ruhe ein. Die Gemeinde hat eine neue Gebühr für die Nutzung der Ruhestätten eingeführt, um das "Minusgeschäft Friedhof" auszuzgleichen. Darüber sind viele Bürger sehr verärgert.

Die elf Wallerfanger Friedhöfe mit ihren rund 2500 Grabstätten sorgen unterm Strich für ein jährliches Defizit von 150.000 Euro in der Gemeindekasse. Zu viel, sagt vor allem die Kommunalaufsicht, die über den Haushalt der Gemeinde Wallerfangen wacht. Eigentlich müssten deshalb statt bislang 40 eigentlich 90 Prozent der Friedhofskosten durch Gebühren gedeckt werden, sagt Bürgermeister Günther Zahn. "Das würde für jeden einzelnen so um die 80 bis 90 Euro im Jahr bedeuten", so der Zahn.

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Ärger über die neue Wallerfanger Friedhofsgebühr
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 13.12.2018, Länge: 03:03 Min.]
Ärger über die neue Wallerfanger Friedhofsgebühr

Die Gemeinde hat den Betrag bei jedoch runtergerechnet. Die neue Friedhofsverwaltungsgebühr beträgt jetzt 25 Euro pro Jahr. Die Bürger sind damit aber alles andere als zufrieden. Es gibt bereits mehr als 60 schriftliche Widersprüche gegen die Gebühr und jeden Tag komme eine Handvoll Briefe hinzu, sagt Zahn.

Zahn hofft, dass in die Diskussion um die Gebühren bald wieder Ruhe einkehrt. Er blickt dabei auch auf die Nachbargemeinde Rehlingen-Siersburg. Dort wird gerade heiß diskutiert, ob die vor drei Jahren eingeführte Friedhofsverwaltungsgebühr wieder abgeschafft wird.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Mittag" am 13.12.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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