Ein Paar unternimmt mit seinen beiden Kindern bei schönem Sommerwetter einen Ausflug. (Foto: picture alliance/dpa/Frank Leonhardt)

Eltern- und Pflegezeit als Kompetenzerwerb

mit Informationen von Steffi Balle   29.08.2018 | 07:15 Uhr

Wer für eine Eltern- oder Pflegezeit aus dem Job geht, der weiß: Das ist gut für die Familie, aber für die Karriere kann das ein echtes Problem werden. Man verpasst in der Firma neueste Entwicklungen, bekommt womöglich auch mal interessante Stellenausschreibungen nicht mit, der Karriereknick ist für viele programmiert. Das muss nicht sein, sagt die IKK Südwest.

"Talentetransfer" nennt die IKK-Südwest ihr Programm. Organisationskompetenz, Geduld, Empathiefähigkeit, Konfliktfähigkeit, Ausdauer und Stressresistenz sind einige der Fähigkeiten, die man in Eltern- oder Pflegezeit erwerben kann. Zum Beispiel, wenn man ein zahnendes Kind durch die Nacht trägt, obwohl man selbst fast umfällt oder wenn man den verunsicherten dementen Vater umsorgt oder wenn man die Vereinskasse führt oder Schulfeste organisiert. Jörg Loth, Vorstand der IKK-Südwest erklärt, die Krankenkasse habe gemerkt, dass die Mitarbeiter, die aus einer Pflege- oder Elternzeit zurückkommen, zwar das ein oder andere Fachwissen vergessen haben, dafür hätten sie aber neue Kompetenzen erworben.

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Eltern- und Pflegezeit als Kompetenzerwerb
Eltern- und Pflegezeit als Kompetenzerwerb
SR 3-Reporterin Steffani Balle hat sich bei der IKK schlau gemacht, was dahinter steckt.

Über dieses Thema wurde auch in Guten Morgen am 29.08.18 berichtet.

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