Die gesunkene "Vaterland" (Foto: SR)

Weiterhin Stillstand bei der Bergung der "Vaterland"

Markus Person   06.05.2021 | 07:12 Uhr

Mitte Februar war das Schwimmschiff "Vaterland" vor der Berliner Promenade in Saarbrücken zum Teil gesunken. Es sollte schnell geborgen werden, doch bisher ist nichts passiert. Der Eigentümer sei abgetaucht, heißt es und Stadt, Wasserschifffahrtsamt und Bund schieben sich derzeit gegenseitig den schwarzen Peter zu.

Schräg und halb vollgelaufen hängt die "Vaterland" in der Saar und setzt Moos an. Das gesunkene Schwimmschiff ist von vielen Punkten der Saarbrücker Innenstadt aus zu sehen und immer noch bleiben die Leute stehen und schütteln ungläubig den Kopf. Die Pläne für die Bergung waren damals schnell gemacht, doch dann passierte wochenlang erst einmal gar nichts.

Eigentümer abgetaucht

Der Eigentümer sei abgetaucht, heißt es aus der Saarbrücker Stadtverwaltung. Und weil der offenbar nicht zahlen kann und auch die Versicherungsverhältnisse für das Schiff ungeklärt sind, geht es nicht voran.

Das Wasserschifffahrtsamt verweist auf ein laufendes Verfahren - und die Stadtverwaltung wiederum auf den Bund: „Genauso wenig wie wir für die Bahn zuständig sind, genauso wenig gilt das für Bundeswasserstraßen. Hier muss der Bund aktiv werden“.

Festgefahrene Situation

Aktiv wird der Bund aber nicht, weil gegen den Schiffseigentümer ja schon eine strompolizeiliche Verfügung erlassen wurde. Auch gehe von dem Wrack keine unmittelbare Gefahr für den Schiffsverkehr aus.

Die Stadt dagegen sagt, die Behörde dürfe sich nicht länger vom Eigentümer an der Nase herumführen lassen - der Schandfleck müsse jetzt zügig beseitigt werden.


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Ein Thema in "Guten Morgen" am 06.05.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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