Wildschweine überqueren eine Straße in der Stadt (Foto: dpa)

Wildschweine erobern die Stadt

Andree Werner mit Informationen von Simin Sadeghi   23.09.2019 | 08:00 Uhr

Nachdem sich in der Vergangenheit vornehmlich Landwirte über die zu vielen "Schwarzkittel" in ihren Feldern beschwert haben, gibt es nun immer mehr Meldungen aus Dörfern und sogar aus Städten! In Saarlouis-Roden spricht man mittlerweile von einer echten Wildschweinplage.

Borstiges, schwarzes Fell, Steckdosennase - ein Wildschwein trifft man heutzutage schon lange nicht mehr ausschließlich im Wald. Die Sichtungen in städtischen Parks und Gärten nehmen kontinuierlich zu - genauso wie die Zerstörung, die die Schwarzkittel auf den städtischen oder auch privaten Flächen anrichten.

Warum kommen die Wildschweine in die Stadt?

Die Gründe sind sicher vielfältig: zum einen hat das Wildschwein hierzulande keine natürlichen Feinde im Wald, wie den Wolf oder den Luchs. So sind die Populationen extrem groß. Auf der anderen Seite sind die Felder abgeerntet und in den Städten locken Essensreste. Noch einfacher haben es die Schweine, wenn sie von Menschen in Parks gefüttert werden. Genau das passiert wohl immer öfter. Warum sollte man als Schwein da noch in Wald zurück wollen?

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Wildschweinplage - Mögliche Gründe
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Wildschweinplage - Mögliche Gründe

Illegale Abschüsse in Saarlouis

In einem Wohngebiet in Saarlouis-Roden haben am Freitagabend Unbekannte sogar selbst zur Büchse gegriffen und illegal zwei Wildschweine geschossen. Nach Angaben der Stadt Saarlouis wurden die Tiere gegen 22.00 Uhr auf einer Grünfläche am Königsberg getötet.

Über dieses Thema wurde am 23.09.19 auf SR 3 in der Sendung "Guten Morgen" berichtet.

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