Foto: SR/Patrick Wiermer

Vorstände werfen hin

Patrick Wiermer   25.06.2020 | 06:59 Uhr

Beim ADAC Saarland rumort es: Die Tochtergesellschaft SFW des ADAC, die unter anderem die Deutschland Rallye veranstaltet, ist kräftig in den Miesen, es geht um eine Minus von 450 000 Euro. Und jetzt mischt auch noch die Staatsanwaltschaft mit. Sie prüft den Verdacht der Untreue und Insolvenzverschleppung. Viel zu besprechen am Mittwochabend auf der Mitgliederversammlung in Saarbrücken.

ADAC-Deutschland-Rallye im Saarland auf der Kippe
Audio [SR 3, (c) SR/Patrick Wiermer, 25.06.2020, Länge: 02:25 Min.]
ADAC-Deutschland-Rallye im Saarland auf der Kippe

Der Vorsitzende des ADAC Saarland, Norbert Heinz, wollte sich am Rande der Versammlung nicht weiter zu den Vorermittlungen der Staatsanwaltschaft äußern. Nur, man habe keine Leichen im Keller und werde die Untersuchungen unterstützen und man gehe davon aus, dass sich alles zum Guten wenden werde. Doch die Schieflage bei der SFW GmbH hat schon jetzt Folgen und sorgt für Gräben an der Vereinsspitze.

Neben Rechnungsprüfer Gerhard Müllenbach warfen am Mittwoch auch die Vorstände Ralf Leistenschneider und Volker Schillo hin. Für Leistenschneider sei die "Tugend des Umgangs miteinander etwas unter die Räder gekommen", Schillo habe sich zuletzt mehr geärgert als gefreut und schlaflose Nächte gehabt. Der ADAC will nun prüfen lassen ob die SFW GmbH aufgelöst werden soll oder etwa durch weitere Kosteneinsparungen erhalten werden kann. Damit steht auch die Zukunft der Rallye-Deutschland im Saarland auf der Kippe.

Über dieses Thema wurde auch auf SR3 Saarlandwelle in "Guten Morgen" am 25.06.2020 berichtet.

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