Kaufhof in Neunkirchen (Foto: SR)

Der Kaufhof Neunkirchen ist Geschichte

mit Informationen von Karin Mayer   17.10.2020 | 14:45 Uhr

Ob Kaufhof oder Galeria-Karstadt-Kaufhof: Für viele Neunkircher war es immer das PeKa. Die Neunkircher Galeria-Filiale wurde nach der Insolvenz der Warenhauskette am Samstag endgültig geschlossen.

Für die Beschäftigten ist es ein Drama, für die Stadt Neunkirchen eine dunkle Stunde. Am Samstagmittag war es soweit: Die Türen des Kaufhofs in Neunkirchen wurden hinter den letzten Kunden zugemacht. Rund 50 Mitarbeiterinnen haben damit ihren Arbeitsplatz verloren. Der Stadt droht eine großer Leerstand im Zentrum.

Mitarbeiter fühlen sich geopfert

Ende von Kaufhof in Neunkirchen
Audio [SR 3, Karin Mayer, 17.10.2020, Länge: 03:07 Min.]
Ende von Kaufhof in Neunkirchen

Für die Beschäftigten waren die letzten Wochen hart. Beate und Christina arbeiten schon 30 Jahre und mehr im Kaufhof in Neunkirchen. Ihnen tat es weh, zu sehen, wie die Regale regelrecht geplündert wurden. Es gab hohe Rabatte und es kamen viele Kunden ins Geschäft. Nur neue Lieferungen gab es nicht mehr.

Die Kaufhof-Beschäftigten sehen sich als Opfer des Insolvenzverfahrens. Eine Betriebsrätin sagte dem SR, der Konzern sei nach dem Schutzschirmverfahren schuldenfrei, die Beschäftigen arbeitslos.

Stadt hofft auf Mischnutzung des Gebäudes

Die Stadt hatte für den Erhalt von Kaufhof eingesetzt. Nun müsse die Kommune nach vorne schauen, sagt Oberbürgermeister Jörg Aumann (SPD). Für das Kaufhof-Gebäude könne er sich eine Mischnutzung von Wohnungen, Kindertagesstätte, Gastronomie oder Hotel vorstellen. Für Boutiquen oder kleine Geschäfte sei das Gebäude zu groß. Entscheiden müsse der private Eigentümer.

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 17.10.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

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