Die gute Nachricht (Foto: SR)

Winziger Zwergbilchbeutler überlebte Buschbrände

 

Samstag, 12.12.2020

Australien: Winziger Zwergbilchbeutler überlebte Buschbrände

Derr Zwergbilchbeutler ist kaum größer als ein Daumen und wird auch „Tasmanischer Schlafbeutler“ genannt. Jetzt wird's ein bisschen ernst: Der Zwerg-Bilch-Beutler wäre nun fast ausgestoren. Während der Buschbrände in Australien ist voriges Jahr fast sein gesamter Lebensraum verbrannt. Man befürchtete, die Spezies sei ausgestorben – bis auf "Kangaroo Island" ! nun ein lebendes Exemplar entdeckt wurde. Ok, zum Überleben braucht eine Spezies mindestens zwei, also, zwei von jeder Sorte, aber das gibt schon mal Hoffnung!


Freitag, 11.12.2020

Netze mit Plexiglas-Perlen schützen Schweinswale

In Stellnetzen verenden immer wieder Schweinswale. Auch in der Ostsee kommen die Tiere so qualvoll zu Tode. Die Wissenschaftlerin Isabella Kratzer aus Rostock will das mit speziellen Netzen verhindern. Schweinswale erkennen ihre Umgebung nämlich durch Echolokation. Stellnetze aber geben kein Echo ab. Darum verfangen sich die Wale of in ihnen und verenden. Um die Tiere zu schützen, hat die Kratzer Plexiglas-Perlen in die Netze eingearbeitet, die das Signal widerhallen. So verfangen sich weniger Schweinswale in den Netzen. Kleiner Einsatz, große Wirkung!


Donnerstag, 10.12.2020

Tierärztin behandelt kostenlos Tiere von Menschen in Not

Die Berliner TierärztinJeanette Klemmt, 52, trägt Jeans und Boots. Sie ist eine robuste Frau – und eine außergewöhnliche Tierärztin. Sie behandelt kostenlos Tiere von Menschen, die in großer Not leben und sich einen Tierarztbesuch nicht leisten können: Wohnungslose, Drogenabhängige, Straßenkids, psychisch oder chronisch Kranke. Um sein Tier von Jeanette Klemmt behandeln lassen zu dürfen, reicht es aber nicht, einfach nur kein Geld zu haben. Voraussetzung für einen Termin ist, dass die Besitzer und Besitzerinnen sozialpädagogisch betreut werden. „Wer sich keine Hilfe sucht, dessen Tier untersuche ich nicht“, sagt Klemmt. Klingt hart, macht aber Sinn: Denn diese Regel motiviert viele, überhaupt erst Kontakt zu Sozialarbeitern aufzunehmen.


Mittwoch, 09.12.2020

Restaurant beschäftigt Kellner, die an Demenz erkrankt sind

In Japan gibt es ein Restaurant, da bekommt man nur ganz selten das Gericht, das man bestellt hat. Das ist kein Fehler! Im "Restaurant of Mistaken Orders" - frei übersetzt Im "Restaurant der Fehlbestellungen" arbeiten nämlich Kellnerinnnen und Kellner, die an Demenz erkrankt sind. Der Besitzer möchte die Gesellschaft dazu bringen, sich mehr mit dem Thema zu beschäftigen und gelassener damit umzugehen. Viele Leute würden bis heute denken, dass Demenz-Patient:innen die ganze Zeit auf Hilfe angewiesen seien und selbst nichts mehr auf die Reihe bekämen. Seine Angestellten ermöglicht er dagegen, weiter ein Teil der Gesellschaft zu sein. Und deswegen gibt es in diesem Restaurant quasi für alle fast jeden Tag Überraschungsmenüs.


Dienstag, 08.12.2020

Mit Chilli länger leben?

Chilischoten enthalten Capsaicin – der Stoff ist für die Schärfe zuständig. Und er ist gut für die Gesundheit, er hemmt unter anderem Entzündungen und die Bildung von Krebszellen. Daher liegt die Vermutung nahe, dass Capsaicin auch einen Einfluss auf die Lebenserwartung haben könnte. Forschende aus den USA haben das jetzt in einer großen Meta-Studie überprüft. Dafür haben sie die Daten von über rund 600.000 Testpersonen aus 4.700 Studien weltweit zusammengeführt. Dabei kam heraus, dass bei der Gruppe, die regelmäßig Chilis im Essen hatte, die allgemeine Sterberate um ein Viertel niedriger war als bei den Nicht-Chili-Essern. Auch die Wahrscheinlichkeit an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Krebs zu sterben, war bei den Scharf-Essern um etwa 25 Prozent reduziert. Die Fachleute betonen aber auch, dass sie lediglich einen statistischen Zusammenhang festgestellt haben. Was die Ursache dahinter sein könnte, ist bisher unklar. Es ist auch möglich, dass nicht das Capsaicin, sondern andere Chili-Bestandteile eine Rolle spielen. Wobei das für die Chili-Esser ja eigentlich egal ist, Hauptsache sie leben länger und gesünder.


Montag, 07.12.2020

Sauerstofftherapie kehrt Alterungsprozess um

Israelischen Forscherinnen und Forschern ist es gelungen, den Alterungsprozess von Blutzellen gesunder Erwachsener umzukehren. Und zwar mit der so genannten "hyperbaren" Sauerstofftherapie in Druckkammern (HBO). Das HBO Verfahren ist bereits seit den 1960er-Jahren bekannt und wird bei Krankheiten wie dem "diabetischen Fußsyndrom" und akuten Hörstörungen eingesetzt, die auf einen Sauerstoffmangel in den Zellen zurückzuführen sind. Dabei atmet der Patient über ein Schlauchsystem medizinischen Sauerstoff und erhöht so den Sauerstoffanteil in den flüssigen Bestandteilen des Bluts. Am Ende der jetzigen Hochdruck-Sauerstoff-Therapien der Forscher waren im Blut der Probanden bis zu 37 Prozent weniger von den Zellen vorhanden, die ihre Fähigkeit verloren haben, sich durch Zellteilung selbst zu erneuern. Weitere Studien mit mehr Probanden sollen nun den Zusammenhang der HBO mit dem Alterungsprozess näher untersuchen, um das volle Potenzial der Behandlungsmethode in der Medizin nutzen zu können.


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