Die gute Nachricht (Foto: SR)

Die Wochen vom 2. bis 13. November

 

Freitag, 13.11.2020

Neues Wundgel: Haut verheilt ohne Narben

Wenn eine Wunde richtig tief geht, dann entsteht darüber Narbengewebe. Das ist in der Regel nicht so fest wie normale Haut, es bilden sich keine Talgdrüsen und auch keine Härchen. Darum ist diese Stelle empfindlicher. Forschende aus den USA haben quasi durch Zufall ein Wundgel entwickelt, das hilft, dass die Haut wieder fast so wird wie vorher. Sie hatten mit körperfremden Aminosäuren experimentiert, um das von ihnen entwickelte Wundgel noch besser zu machen und stellten dann bei ihren Labormäusen einen Nebeneffekt fest: Die neuen Bestandteile lösten Immunreaktionen aus. Das hatte zur Folge, dass die Haut heilte, ohne dass sich Narben bildeten.


Donnerstag, 12.11.2020

Foodtruck statt Weihnachtsessen: Frank Zander hilft Obdachlosen

Gänsebraten, Rotkohl, Klöße: Jedes Jahr lädt Frank Zander obdachlose Menschen ins Berliner Estrel zu einem Weihnachtsessen ein. Das Event muss dieses Jahr wegen Corona ausfallen. Da brachte sein Sohn den Sänger auf eine andere Idee: Frank Zander unterstützt jetzt einen Foodtruck, der warmes Essen an Bedürftige austeilt. Bis zu 150 Portionen werden pro Tag verteilt. Aber nicht irgendein 0 8 15-Essen, sondern etwa Reis mit Süßkartoffel-Kichererbsen-Curry, also was richtig Hippes. :-) Dazu gibt es Geschenketaschen, damit ein wenig Weihnachtsstimmung aufkommt, und zwar täglich bis Weihnachten!


Dienstag, 10.11.2020

Designartikel aus alten Uniformen

Aus alten Postuniformen werden hippe Laptoptaschen, Wachstücher, Radsattelüberzüge, Einkaufsbeutel, Tragegurte oder Hundeleinen. Das haben Designsstudenten in Österreich hinbekommen. Sie helfen so 19.000 Outfits der Post AG Austria zu verwerten. Die Post bei unseren Nachbarn hat im vergangenen Jahr neue Uniformen angeschafft. Die Alten sind zu schad zum wegwerfen. Eine feine Recycling Möglichkeit verbunden mit kreativen Ideen angehender Künstler. Die Aktion heißt Re:Post.


Montag, 9.11.2020

Elektromagnetische Felder können Blutzuckerwerte regulieren

Für Diabetiker wäre es eine Revolution: sechs Stunden unter elektromagnetischer Strahlung schlafen und danach ist der Blutzuckerwert für die nächsten drei Tage im grünen Bereich. Das klingt auf den ersten Blick ziemlich verrückt, ist aber das Ergebnis von Forschungen an der Uniklinik Iowa. Bei Laborarbeiten an Mäusen mit Diabetes 2 bemerkte das Forschungsteam eher durch Zufall, dass sich der Blutzuckerwert der Mäuse normalisierte, wenn sie über mehrere Stunden elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt waren. Diese Werte blieben über drei Tage stabil. Aber lässt sich der Mäusefund auf den Menschen übertragen? Die Forscher arbeiteten tatsächlich auch schon mit menschlichen Zellen, nämlich Leberzellen. Sie wurden sechs Stunden lang elektromagnetischen Feldern ausgesetzt. Dabei registrierten sie, dass sich der Surrogatmarker, der die Insulin-Sensivität anzeigt, deutlich veränderte. Ein Hinweis darauf, dass die Strahlung auf Molekülebene nützliche chemische Reaktionen verursacht.


Samstag, 07.11.20

Wasser aus trockener Luft gewinnen

Aus trockener Luft Wasser gewinnen! Geht das? Ja! Daran arbeiten verschiedene Forschungsteams. Eines vom Massachusetts Institute of Technology hat jetzt ein Gerät entwickelt, das sogar aus Wüstenluft - mit nur 20 Prozent Feuchtigkeit - Wasser ziehen kann. Bisherige Technik schaffte das erst ab einer Luftfeuchtigkeit von circa 50 Prozent. Der Clou an dem Kasten ist das darin enthaltene Zeolith, ein Stoff, der in der kühleren Nacht Wasserdampf aufsaugt. Über Tag zieht das Gerät mit Solarzellen Sonnenwärme an. Die Wärme wiederum setzt das Wasser aus dem Zeolith frei, so dass schließlich das Wasser benutzt werden kann. In Tests brachte ein Quadratmeter Solarzelle an einem Tag umgerechnet 0,77 Liter Wasser!


Freitag, 06.11.20

Stammesführerin rettet tausende Hektar Regenwald

Kennen Sie Nemonte Nenquimo? Nein, nicht? Ich bis jetzt auch nicht. Aber das renommierte Time Magazine zählt die indigene Aktivistin und Stammesführerin aus Ecuador zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt. Der Hintergrund: In ihrem Stammesgebiet in Ecuador sollte Erdöl gefördert werden, doch Nenquimo gründete eine Allianz, klagte und gewann. 18.000 Hektar Regenwald wurden so gerettet. Für Nenquimo ist das eine Anerkennung nicht nur für alle indigenen Völker der Welt, die ihr Land und ihr Leben verteidigen. Sie sagte nach dem gewonnen Prozess: "Ich fühle mich sehr ermutigt, das gibt mir Kraft und Hoffnung."


Donnerstag, 05.11.20

Neuer Katalysator: Biodiesel aus Speiseresten und Abfällen

Biodiesel aus Abfällen? Das soll jetzt gehen, sagen australische Forscher. Ein neuer Katalysator kann Speisereste und Kunststoffabfälle im Öl rausfiltern und alles in hochkomplexe Moleküle verwandeln. Das Verfahren für diesen Biodiesel soll zudem recht kostengünstig sein.


Dienstag, 03.11.20

Zivilcourage verändert US-Basketball-Liga

Wie wirksam politischer Protest sein kann, haben die SpielerInnen der amerikanischen Basketball-Liga gezeigt. Aus Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt blieben die Spielfelder leer.  Die Vehemenz der Basketballer*innen hat viele angesteckt, sogar in Ligen, die nicht im Verdacht standen, das Wort für Minderheiten zu ergreifen: die Footballer (der NFL), die Baseballspieler (der MLB), selbst die  Eishockeyliga (NHL) setzte ihre Play-offs zwischenzeitlich aus. Zu einigen Tennisspielen der US Open stand in jeder Ecke der Arena groß und breit der Schriftzug „Black Lives Matter“.  Der Protest gehört nun zum US-Sport. Wenn die Sportler*innen das Gefühl haben, ihr Sport lenke von den großen gesellschaftlichen Problemen ab, sind weitere Boykotts jederzeit möglich.  Zum ersten Mal heißt es in den USA also: "The games must not go on.“ - und das im Dienst der guten Sache.


Montag, 02.11.20

Zusammenhalt in Deutschland während Coronakrise gewachsen

Gabenzäune, Nachbarschaftshilfe, Spenden: Die Coronakrise hat das Miteinander und die Solidarität gestärkt. Eine Umfrage aus Basel bestätigt das nun: Im Vergleich zum Vorjahr empfinden mehr Menschen in Deutschland ihre Mitmenschen als hilfsbereit und freundlich.  Auch das Vertrauen in die Bundesregierung ist gestiegen. Und das alles trotz der großen Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Frühjahr.


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