Die gute Nachricht (Foto: SR)

Die Woche vom 16. bis 23. August

 

Samstag, 22.08.2020

Sensation: Die Elefantenspitzmaus ist wieder da

Freudige Überraschung nicht nur für Zoologen: Am Horn von Afrika wurde ein kleines Säugetier entdeckt, das man zuletzt in den 1970er-Jahren gesichtet hatte. Man hatte es schon für ausgestorben gehalten, und die Organisation Global Wildlife Conservation führte es auf ihrer Liste der "25 meistgesuchten verlorenen Arten". Die Rede ist von der Somali-Elefantenspitzmaus. Wenn Sie das nur für einen lustigen Namen halten - der hat einen Grund! Denn so wie Spitzmäuse keine Mäuse sind, sind Elefantenspitzmäuse keine Spitzmäuse. Elefantenspitzmäuse sehen aus wie Mäuse mit 20 bis 30 Zentimeter Körperlänge -die Hälfte davon entfällt auf den Schwanz-, verlängerten Hinterbeinen und vor allem einem kleinen Rüssel. Dieses Merkmal teilen sie mit ihrer eigentlichen Verwandtschaft, den Rüsselspringern oder Sengis – und mit einigen entfernteren Cousins von deutlich größerer Statur: Elefanten, Seekühen und Erdferkeln. Et voilà: Winzig, aber oho, und vor allem: Wieder da!


Freitag, 21.08.2020

Akkus aus roten Backsteinen

Rote Backsteine sind billig. Sie gehören zu den bekanntesten Baumaterialien der Welt. Wissenschaftler wollen sie nun als Energiespeicher nutzen und wie Batterien aufladen. Forscher der Washington University in St. Louis haben sich die Steine nun auch als Stromspeicher zunutze gemacht. Sie kauften Ziegel für 65 US-Cent pro Stück im Baumarkt. Aus diesen haben die Forscher dann mittels einer speziellen Beschichtung "intelligente Steine" gemacht. Diese können Energie speichern und beispielsweise Geräte mit Strom versorgen. Auch in Deutschland wollen Unternehmen und Forschungsinstitute Steine als Energiespeicher nutzen, um die Energiewende voranzubringen.


Mittwoch, 19.08.2020

Freiluft-Schulen im Aufwind

In Skandinavien ist die „Draußenschule“ schon lange bekannt und wird gerade in Pandemiezeiten verstärkt propagiert. Auch ein Ulmer Gymnasium hat vor einem Jahr eine Outdoor-Klasse eingerichtet – und gute Erfahrungen gemacht. Die 5g des Anna-Essinger-Gymnasiums ist eine Outdoor-Klasse und zwar schon laaange vor Corona, nämlich seit einem Jahr. Jeden Donnerstag marschieren zwei Lehrer mit den 25 Schülern in den Wald, um dort zu lernen. Egal ob die Sonne scheint, ob es regnet oder schneit. Ein Konzept, das in den kommenden Monaten Schule machen könnte: Wissenschaftliche Studien zeigen, dass das Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, im Freien geringer ist als in geschlossenen Räumen.


Montag, 16.08.2020

Töne helfen, Menschen aus brennenden Tunneln zu leiten

Es soll ja Menschen geben, die fahren nicht mit dem Auto in die Schweiz, weil sie Angst vor den Tunneln haben. Ein Teil der Angst kann ihnen genommen werden: In Norwegen, wo es auch viele Tunnel gibt, hat man ein Verfahren getestet, dass Menschen helfen soll, aus dem Tunnel zu kommen, wenn es keine Sicht mehr gibt. Im Prinzip ganz einfach, man muss nur drauf kommen: Töne! "Evac-Sound" heißt das Projekt. Der Test: 30 Menschen wurden mit einer Brille ausgestattet, die Rauch simulieren sollte und ihr Sehvermögen beeinträchtigte. Auch wurde der Ernstfall auditiv nachempfunden, etwa mit den Geräuschen großer Ventilatoren, wie sie in Tunneln zum Einsatz kommen, wenn diese bei Bränden entraucht werden müssen. Erebnis: die Menschen fanden viel leichter aus dem Tunnel. Und der Vorteil ist: Dieses "Leitsystem" kann verstanden werden, egal, welche Sprache jemand spricht.


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