Die gute Nachricht (Foto: SR)

Straßen, die darüberfahrende Autos mit Strom versorgen

 

Dienstag, 21.07.2020

Straßen, die Autos mit Strom versorgen

Es gibt immer mehr Elektroautos, aber bei weitem nicht genug Ladesäulen. Ein Start-up aus Israel will eine Lösung liefern. Die Straßen sollen die Autos laden – während sie darüberfahren oder darauf parken. Die Technik wird schon getestet. Für den sogenannten "Dynamic Wireless Power Transfer" werden unter dem Fahrbahnbelag flache Kupferspulen eingelassen, die eine elektromagnetische Aufladung möglich machen. Der Wagen braucht lediglich ein Empfängermodul am Boden und kann dadurch die verbaute Batterie mit Strom speisen. Noch in diesem Jahr soll auch eine dauerhafte Teststrecke im israelischen Tel Aviv angelegt werden. Ein ähnlicher Testlauf könnte auch in Deutschland folgen. Denn schon 2019 schloss der Energiekonzern EnBW einen Vertrag mit Electreon, der in „einen praxisnahen Versuch“ mit dem ÖPNV in Karlsruhe münden soll.


Montag, 20.07.2020

Ein Herz für Ziesel

Wissen Sie, was Ziesel sind? Das sind putzige kleine Eichhörnchen. In Deutschland gelten europäische Ziesel außerhalb von Zoos als ausgestorben. Jetzt haben Experten einige davon in Tschechien ausgewildert. Ein Teil davon stammt erneut aus dem Nürnberger Tiergarten. Die 200 bis 400 Gramm leichten Ziesel lieben sonnige und niedrig bewachsene Lebensräume - dazu gehören auch Golfplätze und Flugfelder. Seit 2017 hat der Nürnberger Tiergarten etwa 50 Tiere in Tschechien ausgewildert. Ziel ist, die räumlich voneinander getrennten Kolonien so zu vernetzen, so dass sie sich genetisch wieder mischen. Möglicherweise könnten dann auch wieder Ziesel über die Grenze nach Deutschland wandern, wo sie bis in die 80er Jahre im Erzgebirge vorkamen.

Samstag, 18.07.2020

Wie eine Journalistin in Abidjan dafür kämpft, dass ihre Nachbarn zu lesen beginnen

Nur vier von zehn Erwachsenen in Côte d’Ivoire können lesen. Das Interesse an Literatur ist gering. Eine lokale Journalistin will das ändern. Für sie ist klar: "Ein Kind, das liest, wird ein Erwachsener, der denkt." Darum hat sie "Leseboxen", also öffentliche Bücherschränke eingerichtet. Inzwischen betreibt ihr Bücherschrankverein neun Leseboxen in drei Städten. Alle enthalten sowohl Literatur für Erwachsene wie auch Kinder- und Jugendbücher.
Zudem führt Rita Dro regelmässig Workshops für Schülerinnen und Schüler durch, in denen geschrieben und gelesen, aber auch getanzt und gemalt wird. Dro glaubt, dass sie durch ihr Engagement ein gesellschaftliches Umdenken anstossen kann. "Lesen wird hier fast nur als lästige Schulpflicht angesehen." Viele Kinder wüchsen ganz ohne Bücher auf. Dabei stärkten sie den den offenen und kritischen Geist. "Wenn wir morgen gute Führer wollen, müssen wir die Jungen heute zum Lesen bringen."


Freitag, 17.07.2020

Tiefrotes Licht ist gut für die Augen

Es könnte einmal zu einem abendlichen Ritual werden, wie das Zähneputzen: Drei Minuten lang in eine rot leuchtende Lampe blicken. Wer das tut, kann möglicherweise dem altersbedingten Abbau der Sehkraft etwas entgegensetzen. Für diese These hat jetzt ein Forscherteam aus London starke Indizien vorgelegt. Das Experiment der Forscher zeigte, dass sich die Leistung der Zäpfchenzellen bei Menschen über 40 Jahre um gut ein Fünftel verbesserte. Bei jüngeren Probanden war keine Veränderung messbar.


Donnerstag, 16.07.2020

Sudan verbietet Genitalverstümmelung

Wir haben ja bei SR 3 die "Gute Nachricht" auch deswegen eingeführt, um zu zeigen, dass nicht immer alles schlechter wird, wie viele behaupten. Heute geht's nun in den Sudan: Das afrikanischen Land hat die Genitalverstümmelung von Frauen unter Strafe gestellt. Demnach können Menschen, die diesen Eingriff bei Frauen vornehmen, bis zu drei Jahre ins Gefängnis kommen. Das Justizministerium erklärte, die uralte Praxis untergrabe die Würde von Frauen. Im Sudan sind laut den Vereinten Nationen derzeit noch immer knapp neun von zehn Mädchen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen.


Mittwoch, 15.07.2020

Haare als Schadstofffilter

Der französische Verband "Coiffeurs Justes" setzt sich für die Wiederverwendung von abgeschnittenem Haar als natürlichem Schadstofffilter ein. Das Potential ist gewaltig – ein Kilogramm Haare kann etwa acht Kilo Öl aus dem Abwasser filtern. Laut der FAZ landen jährlich zwischen 6.000 und 14.000 Tonnen an schädlichen Inhaltsstoffen allein aus Sonnencremes im Meerwasser – vor allem natürlich in Touristenhotspots. Man mag sich nicht einmal vorstellen, wieviel da noch an Giftstoffen aus der Industrie und dem Schiffsverkehr hinzukommt.
Um nun genügend Haare für die Herstellung der schadstoffabsorbierenden Filter zu gewinnen, werden jedem Partnersalon von Coiffeurs Justes Papiertüten ausgehändigt, in denen Haarabfall gesammelt werden kann. Die gefüllten Tüten werden danach zurück an den Verband gegeben, um die Haare anschließend sinnvoll zu recyceln. Dabei kann tatsächlich sämtlicher Haarabfall verwendet werden – sogar gefärbte Haare. Sie müssen lediglich sauber sein.


Dienstag, 14.07.2020

Kühe, Schafe und Hunde haben sechsten Sinn für Erdbeben

Tiere sollen unsere Welt sicherer machen. Und zwar durch ihre Instinkte! Menschen können Erdbeben nicht zuverlässig vorhersagen. Tiere dagegen spüren die Vorzeichen vermutlich und verhalten sich vor dem Naturereignis ungewöhnlich, wie Augenzeugen immer wieder berichten. In einem Forschungsprojekt wird nun untersucht, ob Kühe, Schafe und Hunde tatsächlich frühe Anzeichen von Erdbeben wahrnehmen könnten. Dazu haben sie in einer Erdbebenregion in Norditalien Sensoren an den Tieren befestigt und deren Bewegungen über Monate hinweg aufgezeichnet. Die Bewegungsdaten zeigen, dass sich die Tiere in den Stunden vor Erdstößen außergewöhnlich unruhig verhielten.


Montag, 13.07.2020

Wiener U-Bahn produziert Strom aus Bremsenergie

Das kennt man ja aus alten Filmen: Die Eisenbahn muss plötzlich bremsen, dass die Funken nur so stieben. Da sieht man's! Bei jedem Bremsvorgang entsteht Energie. Und DIE - kann wiedergewonnen werden. Die Wiener U-Bahn nutzt solchen Strom, um Rolltreppen, Lampen und Aufzüge zu betreiben. Zwei dieser "Brake-Energy-Anlagen" gibt es bereits, drei weitere sollen folgen.


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