Die gute Nachricht (Foto: SR)

06.07. - 08.07.2020

 

Mittwoch, 08.07.2020

Neuseeland verbietet Treibnetze

Aus Neuseeland sind seit der neuen Regierungschefin Jacinda Ardern schon viele erstaunliche Nachrichten gekommen. Jetzt will Neuseeland Delfine besser schützen. Deshalb dürfen Fischer dort ab Oktober keine Treibnetze mehr benutzen. Die Maßnahmen sollen vor allem den bedrohten Maui- und Hector-Delfinen helfen. Den privaten Fischereibetrieben soll aber auch geholfen werden. Die Regierung will sie dabei unterstützen, andere Fangmethoden zu nutzen. Die Fischerei mit Schleppnetzen ist seit Jahrzehnten in der Kritik, weil es in den Netzen eine enorme Beifangrate gibt. Das heißt, es werden viele Tiere aus dem Wasser gezogen, die gar nicht verarbeitet werden. In der EU sind Treibnetze deshalb schon seit 2008 verboten.


Dienstag, 07.07.2020

Holzboote mit E-Motor in Venedig

Wir stellen uns das ja so romantisch vor, dass sich alle auf den Kanälen in Venedig mit der Gondola und langen Stangen fortbewegen. In Wirklichkeit aber waren das lange Jahre Dieselboote, die die Kanäle ganz schön verschmutzt haben. Jetzt gibt es in der Lagunenstadt erste Holzboote mit elektrischem Antrieb. Vor allem gleitet das Boot sehr leise durch das Wasser, im Gegensatz zu den Dieselmotoren, was vor allem die Anwohner freut. Für die war das bislang nämlich gar nicht romantisch...


Montag, 06.07.2020

Autoreifen aus russischem Löwenzahn

Künftig können Autoreifen aus russischem Löwenzahn hergestellt werden. Löwenzahn ist nämlich eine robuste Pflanze, aus der sich ein gefragter Rohstoff gewinnen lässt: Kautschuk. Dieser ist für die Produktion von Gummi unerlässlich. Fraunhofer-Forscher nutzen Russischen Löwenzahn, um große Mengen an Naturkautschuk herzustellen. Warum? Naturkautschuk wird derzeit ausschließlich aus dem Baum "Hevea brasiliensis" gewonnen, eine Pflanzenart der Subtropen. Die wachsende Nachfrage und zunehmende Probleme mit Schadpilzen machen Naturkautschuk zum kostbaren Gut. Um den steigenden Verbrauch zu decken, werden Regenwälder gerodet und in Agrarland umgewandelt. Mit dem Russischen Löwenzahn stießen die Forscher jetzt auf einen effizienten Ersatz. Die Pflanze ist nämlich extrem anspruchslos, wächst überall und hat den Vorteil, dass er von Jahr zu Jahr wächst. Der Kautschukbaum bringt erst nach sieben bis zehn Jahren einen Ertrag.


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