Die gute Nachricht (Foto: SR)

Die Woche vom 18. bis 23. November 2019

 

Samstag, 23.11.2019

Musik auch für Schwerhörige

Jeder Zweite über 65 Jahren ist klinisch relevant schwerhörig. Und auch viele Jüngere. Wenn die Musik richtig laut ist, bekommt man sie mit. Aber was ist mit leisen, zarten Passagen? Da denkt sicher mancher: Oh! Stromausfall im Radio! Ein Oldenburger Wissenschaftler will dafür sorgen, dass auch Schwerhörige den vollen Musikgenuss erleben. Dafür bekommt er mehr als eine Million Euro vom "Freigeist-Fellowhip der Volkswagenstiftung". Kai Siedenburg hat schon in Kanada über Musikwahrhnehmung geforscht und will jetzt die Gedanken der Zuhörer lesen: Welche Gefühle ruft die Musik hervor? Was genau hört jemand? Welchem Instrument folgt er im Orchester? Wie viel kommt bei ihm an? Dafür misst Siedenburgs Team die Gehirnströme. Das Ergebnis könnte etwa sein, dass Tonspuren für Schwerhörige anders gemischt werden und dann wieder alle Klangfarben zu sehen - äh - zu hören sind. Natürlich könne man auch die heutigen Hörgeräte zum Musikhören benutzen. „Jedoch beklagen sich viele Nutzer über eine geringe Klangqualität“, sagt Siedenburg. Probanden können sich per E-Mail melden: kai.siedenburg@uni-oldenburg.de


Freitag, 22.11.2019

Sprakebüll, das Dorf mit der höchsten Dichte an E-Autos

Haben Sie schon mal was von Sprakebüll gehört? Aber dieser kleine Ort aufm ganz platten Land in Schleswig-Holstein hat die höchste Dichte an Elektroautos. Dabei heißt es doch immer: E-Autos? Aufm Land? Geht gar nicht! Im 150-Seelen-Örtchen Sprakebüll gab es einst einen Rufbus, der immer dann gerade weit weg war, wenn man ihn brauchte. Das war’s. Jetzt gibt es dort das Dörpsmobil. Dörp = plattdütsch für Dorf. Carsharing für alle! Und die Energie kommt von den eigenen Bürgerwindparks. Bürgerwindpark bedeutet: die Einnahmen fließen auf die Konten der Bürger zurück. Es gibt aber oft mehr Wind als Strom gebraucht wird. Andernorts stellen sie die Anlagen dann ab. Nicht so in Sprakebüll: Dort wird dieser Strom wird genutzt, um das Dörpsmobil und 20 weitere Autos in Sprakebüll quasi kostenlos zu laden, so viele gibt es nämlich inzwischen in diesem Ort. Und geladen wird in der eigenen Garage. Die meisten fahren nämlich nicht viel mehr als 50 Kilometer zur Arbeit, in den Supermarkt und wieder zurück. Das lässt sich dann bequem wieder über Nacht aufladen. E-Autos fürs platte Land? Offenbar genau das Richtige!


Donnerstag, 21.11.2019

Solarbetriebene Schokoladenfabrik in Ghana

Heute geht es um Schokolade und um eine neue Fabrik in Ghana. Die alte Fabrik stammt noch aus den 50er Jahren. Dort wurden früher Schogetten hergestellt. Heute ist die Fabrik ziemlich schebbich. Jetzt will ein deutsch-afrikanisches Startup-Unternehmen eine neue bauen - solarbetrieben! Das heißt: unabhängig vom Stromnetz. Damit sollen dann 50 Arbeitsplätze entstehen und die Landflucht bekämpft werden. Derzeit sammelt das Unternehmen "fairafric" Geld für das Vorhaben. Neudeutsch nennt man das "Crowdounding", das geht häufig übers Internet, grob gesagt: alle großen und kleinen Investoren sind willkommen.


Dienstag, 19.11.2019

Bahn testet in 16 Bahnhöfen neue Angebote

Alle meckern immer über die Bahn, heute gibt es mal was Gutes zu berichet: Die Deutsche Bahn testet an 16 Bahnhöfen neue Kundenangebote, die später womöglich an vielen Stationen zur Standardausstattung werden. Dazu gehören Lounges mit Ladestationen, Steharbeitsplätze, Self-Service-Stationen zur Fahrradreparatur sowie rund um die Uhr zugängliche Supermärkte. Das hat die Bahn am Montag bei der Eröffnung der ersten modernisierten Station, dem Wolfsburger Hauptbahnhof, mitgeteilt.

Mit den neuen Angeboten reagiere die Bahn auf Wünsche, die sie häufig von Reisenden und Bahnhofsbesuchern höre. Ziel ist es, dass die Kunden sich gerne am Bahnhof aufhalten. Jetzt fehlt nur noch, dass die Bahn sich darum kümmert, dass die Kunden sich gerne in den Zügen aufhalten und immer pünktlich ankommen...


Montag, 18.11.2019

Blitz-Vorhersage

Blitze - sie verursachen Temperaturen von bis zu 30.000 Grad und erzeugen dabei sogar Antimaterie und Plasma. Damit können sie elektronische Geräte, ja ganze Flugzeuge zerstören und Menschen töten.

Bislang konnten Einschlagsorte sowohl zeitlich als auch räumlich nicht genau vorhergesagt werden. Blitzeinschläge lassen sich zwar mithilfe von Satelliten- und Radardaten vorhersagen, aber erst dann, wenn ein Gewitter bereits begonnen hat.

Mit der Künstlichen Intelligenz können die Wissenschaftler vom Eidgenössischen Institut für Technologie nun deutlich früher vor Blitzeinschlägen warnen. Der Vorteil: Es werden einfache Daten genutzt, die von jeder Wetterstation bezogen werden können. In Echtzeit können Blitzeinschläge bis zu 30 Minuten im Voraus erkannt werden.


Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja