Die gute Nachricht (Foto: SR)

Die Woche vom 08. bis 13. Juli 2019

 

Samstag, 13.07.19

Weltrekord in Indien: 66 Millionen Bäume in 12 Stunden gepflanzt

Diese Woche haben wir darüber berichtet, dass Aufforstung helfen könnte, den Klimawandel zu mildern. In Indien wurde nun ein Weltrekord aufgestellt: Anfang Juli haben Freiwillige innerhalb von nur zwölf Stunden mehr als 66 Millionen Bäume gepflanzt. Rund 1,5 Millionen Menschen haben sich an der Einpflanz-Aktion im Bundesstaat Madhya Pradesh in Zentralindien beteiligt. Sie pflanzten die Baumsetzlinge in 24 Gebieten entlang des Narmada-Flusses ein. Laut der britischen Internet-Zeitung „The Independent“ wurden insgesamt mehr als 20 verschiedene Baumsorten gepflanzt. Hintergrund der Aktion: Indien hat im Rahmen des Pariser Klimaabkommens zugesagt, die Waldfläche Indiens aufzuforsten und bis 2030 um mehrere Millionen Hektar zu vergrößern. Die indische Regierung hat dafür ein milliardenschweres Budget zur Verfügung gestellt. Man muss also nur wollen!


Freitag, 12.07.19

Hitze, Salz, Dürre: Diese Gerste trotzt dem Klimawandel

Diese Woche hatten wir über die Trockenheit berichtet, und dass die Landwirte sagen, es müssen neue Sorten gezüchtet werden. An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist das schon gelungen: Eine neue Gerstensorte sorgt selbst bei schlechten Umweltbedingungen für gute Ernteerträge. Das Forschungsteam kreuzte dafür eine gängige Sorte mit verschiedenen Wildgersten. Anschließend haben die Forschenden die neue Gerstensorte an fünf sehr unterschiedlichen Standorten auf der Welt angebaut, ihr Wachstum beobachtet und das Erbgut analysiert. Genau genommen handelt es sich um eine ganze Gerstenlinie, wie der Wissenschaftler sagt. Einige Pflanzen aus dieser Linie sind nicht nur hitze- und dürrebeständiger, sie liefern in vielen Fällen auch höhere Ernteerträge als die lokalen Vergleichssorten. Ein guter Anfang also!


Donnerstag, 11.07.19

Wien schafft immer mehr Alternativen fürs Auto

Kaum eine Stadt experimentiert so konsequent mit neuen Mobilitätskonzepten wie Wien. Dabei wird Autofahren nicht, wie sonst oft, bestraft - es gibt einfach attraktivere Angebote. Die U-Bahnen verkehren zu Stoßzeiten im Zwei-Minuten-Takt. Die Nutzung des öffentlichen Verkehrsnetzes ist sehr günstig. Eine Jahreskarte kostet 365 Euro, also ein Euro pro Tag.  Wo immer es geht, werden Fahr-, Abbiege- und Parkstreifen zu großzügigen und sicheren Fahrrad- und Fußgängerwegen umgebaut. Zudem konzipieren die Planer alte und neue Quartiere so, dass Wohnung, Job, Arzt, Park, Läden und Freizeitangebote möglichst um die Ecke liegen. Denn wo die Wege kurz und sicher sind, das ergaben Befragungen, gehen die Fußgänger bereitwillig doppelt so lange Distanzen wie in Vierteln, in denen der Autoverkehr dominiert. Die Ansätze tragen Früchte. Nur mehr ein gutes Viertel der Wiener quälen sich im eigenen Pkw durch die Donaustadt – ein im europäischen Vergleich unschlagbar niedriger Wert. 


Mittwoch, 10.07.19

Nachfrage nach Ökostrom steigt

Am 20. August ist es genau ein Jahr her, dass Greta Thunberg vor das schwedische Parlament gezogen ist und für mehr Klimaschutz demonstriert hat. Weltweit sind seitdem 100.000 Schülerinnen und Schüler gefolgt. Viele fragen sich: Hat's was bewirkt? Spiegel Online berichtet, dass es seit dem große Bewegungen auf den Strommarkt gibt: Die Nachfrage nach Ökostrom habe deutlich zugenommen. Laut dem Vergleichs- und Vermittlungsportal Verivox waren es im Juni 58 Prozent, im Jahr davor nur knapp 33 Prozent. Verivox führt den Anstieg auf die aktuelle Klimadebatte zurück.


Dienstag, 09.07.19

Solarstrom für Katastrophengebiete

Wenn irgendwo eine Katastrophe passiert - Erdbeben, Überschwemmungen - wird vieles gebraucht, oft auch Strom. Abhilfe schafft meistens ein Diesel-Generator. Ein Startup-Unternehmen hat aber jetzt etwas erfunden, dass vor allem bei solchen Ereignissen eingesetzt werden kann: ein transportables Solarsystem. Das sogenannte "Box-Power"-System kommt in einem Frachtcontainer und kann damit auch schnell in Katastrophengebieten eingesetzt werden. Oder überhaupt in unzugänglichen Gegenden, wo es keine Stromleitungen gibt. In dem Container ist alles drin, was benötigt wird: Photovoltaik-Panele, Wechselrichter, Schaltkasten und Batterien. Innerhalb von fünf Stunden kann alles montiert werden.


Montag, 08.07.19

Rekordgeschwindigkeit: Fuchs wandert in 76 Tagen von Norwegen nach Kanada

Ein kleiner Polarfuchs hat Forscher in Staunen versetzt. Das Tier wanderte über das ewige Eis Grönlands von Spitzbergen nach Kanada und stellte dabei einen neuen Geschwindigkeitsrekord über die Langstrecke auf: 3500 Kilometer in 76 Tagen. Forscher hatten das nicht mal ein Jahr alte Jungtier im März 2018 an der Ostküste von Spitzbergen mit einem GPS-Sender versehen und ausgesetzt. Drei Monate später erreichte es zu Fuß die kanadische Ellesmere Insel - das ist ganz oben im Norden von Kanada. Was man jetzt weiß, Füchse nutzen das Treibeis als Brücke zwischen den Kontinenten und sie können ihre Ernährung umstellen von Fisch auf Fleisch.

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