Die gute Nachricht (Foto: SR)

EU-Binnenmarkt steigert Einkommen der Deutschen

 

Montag, 22.07.19

EU-Binnenmarkt steigert Einkommen der Deutschen jährlich um 1.000 Euro pro Nase

Der EU-Binnenmarkt steigert Einkommen der Deutschen jährlich um rund 1.000 Euro pro Nase. Das hat eine Studie der Bertelsmann Stiftung ergeben. Aart De Geus, der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, sagte: Der EU-Binnenmarkt sei einer der größten Treiber für den Wohlstand der Detuschen und wirke ähnlich wie die Marktwirtschaft: Nicht jeder profitiert gleichermaßen, aber alle gewinnen.


Samstag, 20.07.19

In Utrecht gibt es jetzt Haltestellen für Bienen

In der niederländischen Stadt Utrecht hat man sich was ganz Originelles ausgedacht: Bus-Haltestellen für Bienen. Sie haben richtig gehört. Also die Dächer der Bushaltestellen sind bepflanzt worden und während die Bienchen oben summen, haben's die Wartenden drunter schön schattig. Die Stadt Utrecht hat sich noch mehr ausgedacht: An den Haltestellen wurden Lampen angebracht, die wenig Strom verbrauchen und die Wartebänke sind aus Bambus. Demnächst werden 55 elektrische Busse durch die Stadt rollen - und der Strom dafür kommt aus Windkraftanlagen außerhalb der Stadt. Wenn das mal nicht nachhaltig klug gedacht ist.


Freitag, 19.07.19

Schulfach "Glück" an immer mehr deutschen Schulen

An immer mehr deutschen Schulen wird das Schulfach "Glück" angeboten. Ernst Fritz-Schubert, der Erfinder des Konzepts, unterrichtete 2007 die erste Glück-Klasse. Inzwischen wird das Fach bereits an 43 deutschen und 129 österreichischen Schulen angeboten. Auch in Italien und der Schweiz haben einige Klassen das Konzept übernommen. Anders als in vielen anderen Fächern müssen Schüler in "Glück" nicht nur zuhören, Fragen beantworten und von der Tafel abschreiben. Es geht nicht nur um gute Noten. Stattdessen lassen die Lehrerinnen und Lehrer Unterrichtsthemen selbst erarbeiten, durch spielerische Übungen und anschließende Diskussion. Im Laufe des Schuljahres sollen die Schüler vor allem vier Fragen für sich selbst beantworten: Wer bin ich? Was brauche ich? Was kann ich? Was will ich? Ziel ist, dass die Kinder lernen, die eigenen Gefühle besser zu verstehen und so ein zufriedeneres Leben zu führen.


Donnerstag, 18.07.19

"Neue Ära" für Allergiker: Pollenroboter solle neue Erkenntnisse liefern

Wer gegen bestimmte Pollen allergisch ist, merkt meist recht schnell, wenn diese wieder unterwegs sind. Außerdem kann ein Blick in den sogenannten Blühkalender helfen. Erstaunlich ist allerdings, dass die Anzahl der Pollen in der Luft bislang immer von Menschenhand erfasst wurde. Dafür setzten sich Wissenschaftler an ein Mikroskop und suchten nach den zehn bis 100 Mikrometer großen Objekten. So mussten sie etwa in jedem Einzelfall bestimmen, welche Pflanzenpolle es sich jeweils handelt. Diese Arbeit übernimmt jetzt BAA 500. Das ist ein von der Firma "Hund" hergestellter Kasten, der speziell entwickelt wurde, um die Pollen einzufangen und zu identifizieren. Die Forscher von der TU München und des Helmholtz-Zentrums erhoffen sich wichtige neue Erkenntnisse. So ist bisher noch nicht erforscht, wie sich die Pollenkonzentration in der Luft auf die Symptome der Betroffenen auswirken. Hier könnte eine breitere Datenbasis wichtige Fortschritte ermöglichen. Außerdem soll die Allergieprävention von der Arbeit des Roboters profitieren.


Mittwoch, 17.07.19

Stadtwerke Saarbrücken erwirtschafteten 5,3 Millionen Euro Überschuss

Viel zu oft gibt es Meldungen, wonach Kommunen oder Kommunale Betriebe ein Minus erwirtschaften. Am Dienstag mal eine gute Nachricht aus Saarbrücken: Im vergangenen Jahr haben die Saarbrücker Stadtwerke 5,3 Millionen Euro Überschuss erzielt. Die Saarbrücker Stadtwerke sind zuständig für Strom und Fernwärme, Bäderbetrieb und ÖPNV.


Dienstag, 16.07.19

So sind Zugverspätungen halb so schlimm

„Es ist sechs Uhr, Guten Morgen und frohes Erwachen! Am ersten Tag der Woche sind für Sie Caro, Damien und Guillaume am Start. Haben Sie eine Frage? Twittern Sie uns!“ So kündigt die französische Bahn Zugverspätungen an. Und die Deutsche Bahn? Auch die strengt sich im Netz unter "Deutsche Bahn Personenverkehr" an. Beispiel: ‏„Wir wünschen euch noch einen angenehmen Sonntagabend und eine gute Nacht. Liebe Grüße und bis morgen.“ Und Smileys können die bei der „Deutschen Bahn Personenverkehr“ auch.


Montag, 15.07.19

Grüne Dächer schützen vor Starkregen

Wetterextreme nehmen zu. Wir haben es voriges Jahr unter anderem in Kleinblittersdorf erlebt - Starkregen verwandelt schmale Straßen innerhalb von Minuten in wilde Bäche, die alles mitreißen. Angesichts der Millionenschäden überlegt man in den Rathäusern, wie Straßen und Häuser besser gegen Starkregen geschützt werden können. Eine Idee ist der verstärkte Einsatz von Gründächern, damit Städte wie eine Art Schwamm funktionieren. Zugleich kühlt das verdunstende Regenwasser die Luft. Gründächer funktionieren also als natürliche Klimaanlagen.  Und! Pflanzen produzieren Sauerstoff, sie binden Feinstaub, können Stadtlärm dämpfen und bieten bedrohten Insektenarten Lebensraum. Vorreiter ist China, in Hamburg gibt es bereits wissenschaftlich begleitete Projekte. 


Samstag, 13.07.19

Weltrekord in Indien: 66 Millionen Bäume in 12 Stunden gepflanzt

Diese Woche haben wir darüber berichtet, dass Aufforstung helfen könnte, den Klimawandel zu mildern. In Indien wurde nun ein Weltrekord aufgestellt: Anfang Juli haben Freiwillige innerhalb von nur zwölf Stunden mehr als 66 Millionen Bäume gepflanzt. Rund 1,5 Millionen Menschen haben sich an der Einpflanz-Aktion im Bundesstaat Madhya Pradesh in Zentralindien beteiligt. Sie pflanzten die Baumsetzlinge in 24 Gebieten entlang des Narmada-Flusses ein. Laut der britischen Internet-Zeitung „The Independent“ wurden insgesamt mehr als 20 verschiedene Baumsorten gepflanzt. Hintergrund der Aktion: Indien hat im Rahmen des Pariser Klimaabkommens zugesagt, die Waldfläche Indiens aufzuforsten und bis 2030 um mehrere Millionen Hektar zu vergrößern. Die indische Regierung hat dafür ein milliardenschweres Budget zur Verfügung gestellt. Man muss also nur wollen!


Freitag, 12.07.19

Hitze, Salz, Dürre: Diese Gerste trotzt dem Klimawandel

Diese Woche hatten wir über die Trockenheit berichtet, und dass die Landwirte sagen, es müssen neue Sorten gezüchtet werden. An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist das schon gelungen: Eine neue Gerstensorte sorgt selbst bei schlechten Umweltbedingungen für gute Ernteerträge. Das Forschungsteam kreuzte dafür eine gängige Sorte mit verschiedenen Wildgersten. Anschließend haben die Forschenden die neue Gerstensorte an fünf sehr unterschiedlichen Standorten auf der Welt angebaut, ihr Wachstum beobachtet und das Erbgut analysiert. Genau genommen handelt es sich um eine ganze Gerstenlinie, wie der Wissenschaftler sagt. Einige Pflanzen aus dieser Linie sind nicht nur hitze- und dürrebeständiger, sie liefern in vielen Fällen auch höhere Ernteerträge als die lokalen Vergleichssorten. Ein guter Anfang also!


Donnerstag, 11.07.19

Wien schafft immer mehr Alternativen fürs Auto

Kaum eine Stadt experimentiert so konsequent mit neuen Mobilitätskonzepten wie Wien. Dabei wird Autofahren nicht, wie sonst oft, bestraft - es gibt einfach attraktivere Angebote. Die U-Bahnen verkehren zu Stoßzeiten im Zwei-Minuten-Takt. Die Nutzung des öffentlichen Verkehrsnetzes ist sehr günstig. Eine Jahreskarte kostet 365 Euro, also ein Euro pro Tag.  Wo immer es geht, werden Fahr-, Abbiege- und Parkstreifen zu großzügigen und sicheren Fahrrad- und Fußgängerwegen umgebaut. Zudem konzipieren die Planer alte und neue Quartiere so, dass Wohnung, Job, Arzt, Park, Läden und Freizeitangebote möglichst um die Ecke liegen. Denn wo die Wege kurz und sicher sind, das ergaben Befragungen, gehen die Fußgänger bereitwillig doppelt so lange Distanzen wie in Vierteln, in denen der Autoverkehr dominiert. Die Ansätze tragen Früchte. Nur mehr ein gutes Viertel der Wiener quälen sich im eigenen Pkw durch die Donaustadt – ein im europäischen Vergleich unschlagbar niedriger Wert. 


Mittwoch, 10.07.19

Nachfrage nach Ökostrom steigt

Am 20. August ist es genau ein Jahr her, dass Greta Thunberg vor das schwedische Parlament gezogen ist und für mehr Klimaschutz demonstriert hat. Weltweit sind seitdem 100.000 Schülerinnen und Schüler gefolgt. Viele fragen sich: Hat's was bewirkt? Spiegel Online berichtet, dass es seit dem große Bewegungen auf den Strommarkt gibt: Die Nachfrage nach Ökostrom habe deutlich zugenommen. Laut dem Vergleichs- und Vermittlungsportal Verivox waren es im Juni 58 Prozent, im Jahr davor nur knapp 33 Prozent. Verivox führt den Anstieg auf die aktuelle Klimadebatte zurück.


Dienstag, 09.07.19

Solarstrom für Katastrophengebiete

Wenn irgendwo eine Katastrophe passiert - Erdbeben, Überschwemmungen - wird vieles gebraucht, oft auch Strom. Abhilfe schafft meistens ein Diesel-Generator. Ein Startup-Unternehmen hat aber jetzt etwas erfunden, dass vor allem bei solchen Ereignissen eingesetzt werden kann: ein transportables Solarsystem. Das sogenannte "Box-Power"-System kommt in einem Frachtcontainer und kann damit auch schnell in Katastrophengebieten eingesetzt werden. Oder überhaupt in unzugänglichen Gegenden, wo es keine Stromleitungen gibt. In dem Container ist alles drin, was benötigt wird: Photovoltaik-Panele, Wechselrichter, Schaltkasten und Batterien. Innerhalb von fünf Stunden kann alles montiert werden.


Montag, 08.07.19

Rekordgeschwindigkeit: Fuchs wandert in 76 Tagen von Norwegen nach Kanada

Ein kleiner Polarfuchs hat Forscher in Staunen versetzt. Das Tier wanderte über das ewige Eis Grönlands von Spitzbergen nach Kanada und stellte dabei einen neuen Geschwindigkeitsrekord über die Langstrecke auf: 3500 Kilometer in 76 Tagen. Forscher hatten das nicht mal ein Jahr alte Jungtier im März 2018 an der Ostküste von Spitzbergen mit einem GPS-Sender versehen und ausgesetzt. Drei Monate später erreichte es zu Fuß die kanadische Ellesmere Insel - das ist ganz oben im Norden von Kanada. Was man jetzt weiß, Füchse nutzen das Treibeis als Brücke zwischen den Kontinenten und sie können ihre Ernährung umstellen von Fisch auf Fleisch.

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