Die gute Nachricht (Foto: SR)

Die Woche vom 04. bis 09. März

 


Samstag, 09.03.2019

Technologie auf dem Vormarsch: Wie 3D-Druck zum Umweltschutz beiträgt

3D-Druck schickt sich an, sein Nischendasein zu verlassen und zur Zukunftstechnologie zu werden. Der weltweite Umsatz wird aktuell auf gut sieben Milliarden US-Dollar geschätzt. Beispiel gefällig? Das Elektro-Motorrad sieht aus, als käme es direkt aus einem Science-Fiction-Film: kohlrabenschwarz, kantig, schnell. Das Besondere: Hergestellt wurde es im 3D-Drucker, fast ausschließlich aus biologisch abbaubarem Kunststoff - die elastischen Reifen mit eingeschlossen. Das Berliner Start-up Bigrep will damit zeigen, was heute schon möglich ist. Es stellt 3D-Drucker für die industrielle Fertigung her. Und die können viel: Häuserfassaden zum Beispiel, Ersatzteile für die Bahn oder eben ganze Motorräder. 3D-Druck bietet viel Designfreiheit und bei der Herstellung fällt deutlich weniger Abfall an. Weniger Gewicht, das ist längst auch für die deutschen Autobauer ein Thema. Bremspedale werden zum Beispiel schon im 3D-Druck hergestellt. Damit können im Vergleich zur Herstellweise typischerweise bis zu sechs Tonnen CO2- Emissionen gespart werden. Das Verfahren ist auch deswegen ökologisch, weil zunehmend nach Bedarf und dezentral hergestellt werden kann. Es wird nur dann und dort gedruckt, wo etwas auch gebraucht wird.


Freitag, 08.03.2019

Lupinenmilch - ein regionaler Milchersatz

Nicht jeder Erwachsene verträgt Milch, manche Kinder auch nicht. Zudem versuchen Veganer ohne Milch auszukommen. Ein Milchersatz, der vor Ort gewonnen werden kann, ist bislang so gut wie unbekannt: Lupinenmilch. Süßlupinen sind alte Kulturpflanzen, die im Mittelmeerraum früher als pflanzliche Eiweißlieferanten für Mensch und Tier angebaut wurden. Die Samen der Leguminosen (Hülsenfrüchte) enthalten sehr viele essentielle Aminosäuren, was das Protein der Süßlupinen besonders wertvoll macht. Heutzutage sind Lupinenprodukte eher selten im Handel zu finden, höchstens vielleicht als Mehl. Vielleicht einfach mal nachfragen, denn Produkte regional herstellen und kaufen schützt auch den Planeten. :-)


Donnerstag, 07.03.2019

Russische Omas verdienen online Geld

Ältere Frauen, die Selbstgestricktes auf dem Bürgersteig verkaufen, gehören in Russland und anderen osteuropäischen Staaten zum Straßenbild. Sie brauchen das Geld, um ihre mageren Renten aufzubessern. Mit dem "Granny's-Projekt" - Granny heißt Oma auf Englisch. - auf Instagram gibt es jetzt für strickende Rentnerinnen nun einen einfacheren Weg, ihre Handarbeit zu Geld zu machen. Statt in der Kälte auf Kundschaft zu hoffen, präsentieren die Frauen von Granny's ihre Mützen, Handschuhe und Pullover schick fotografiert im Internet. Etwa 40 Rentnerinnen im Alter zwischen 55 und 87 Jahren machen inzwischen bei Granny's mit. Mehr als 5000 Menschen folgen dem Instagram-Account @russiangrannies. Die Idee dazu hatte Julia Aljewa aus Sankt Petersburg. Die 27-Jährige kündigte ihre Stelle bei der Stadtverwaltung, um Granny's zu gründen.Sie kümmert sich darum, das Gestrickte ansprechend zu fotografieren.


Mittwoch, 06.03.2019

Landtag veröffentlicht künftig alle Gutachten

Der Landtag in Rheinland-Pfalz wird künftig transparenter. Bislang wurden Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes über Förderrichtlinien für Kindergärten, die Sterbehilfe oder die Kommunalreform nicht heraus gegeben. Zu Eginn des Jahres lehnte der Landtag es auf Nachfrage sogar ab, auch nur die Themen aller in Auftrag gegebenen Gutachten zu nennen. Von nun an veröffentlicht der rheinland-pfälzische Landtag alle Gutachten zeitnah im Internet. Das hat die Landtagsverwaltung in Mainz mitgeteilt. Spätestens sechs Wochen nach der endgültigen Fertigstellung sollen die Unterlagen für alle Interessierten einsehbar sein. Außerdem seien rückwirkend bis 2001 bereits sämtliche Gutachten veröffentlicht worden. Unterlagen aus der Zeit ab 1996 sollen folgen. Das Landesparlament von Rheinland-Pfalz hatte sich lange gegen den Schritt gewehrt, setzt nun aber ein Urteil des rheinland-pfälzischen Oberverwaltungsgerichts aus dem Sommer um.


Dienstag, 05.03.2019

Bodenbelag aus Altreifen

Wohin mit den alten Autoreifen wenn sie abgefahren sind? Die meisten Werkstätten bieten die Entsorgung gleich mit an. Aber was passiert dann damit? 7,5 Millionen alte Reifen landen jedes Jahr in Deutschland im Müll, hat das Umweltbundesamt zuletzt 2016 nachgezählt. Umgerechnet sind das fast 600.000 Tonnen. Rund 200.000 Tonnen davon nimmt die Zementindustrie ab und verfeuert sie in ihren Anlagen. Inzwischen werden aber mehr als die Hälfte dieser Reifen recycelt. Forscher der Universität Chemnitz arbeiten daran, aus Altreifen neue, bessere Produkte zu machen. Zum Beispiel: Bodenbeläge für Autos oder Innenräume. Die würden dann aus bis zu 80 Prozent Altreifen bestehen.


Montag, 04.03.2019

Solarschiffe für Berlin

Heute gibt es eine gute Nachricht für Berlin und Touristen, die auf der Spree durch Berlin reisen wollen: Die können nämlich bald auf Schiffen fahren, die mit Solarstrom angetriebenen werden. Adé Diesel! Louise Ahrens, von SolarWaterWorld ist seit 20 Jahren auf Solarschifffahrt spezialisiert und hat sich zum Ziel gesetzt, zum führenden Anbieter von CO2-freien Serienbooten und Fahrgastschiffen zu werden und damit auf dem Wasser ökologische Strukturen zu schaffen. Die Energie für die Spree-Touren kommt dann nämlich von Panels auf dem Dach der Boote. Die Technologie ist ressourcenschonend, ohne Abgase, geräuschlos und weist so den Weg in eine umweltfreundlichere Zukunft der Fahrgastschifffahrt auf Berliner Gewässern.


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