Die gute Nachricht (Foto: SR)

Die Woche vom 19. bis 24. November 2018

 

Donnerstag, 29. November 2018

Ruanda: Der Fortschritt ist weiblich

Was denken Sie, ist eines der fortschrittlichsten Länder der Welt, was die Gleichberechtigung von Frauen angeht? Schweden oder ein anderes skandinavisches Land? Ja, schon, aber es gibt noch eins viel weiter südlich: Ruanda. Das ostafrikanische Land steht in der betreffenden Rangliste weltweit auf Platz 5. Deutschland belegt laut Weltwirtschaftsforum gerade mal den 12. Platz. Frauenförderung ist erklärtes Ziel der Regierung in Ruanda. Sogenannte Genderkurse sind da selbst in den entlegensten Dörfern in Pflicht. Außerdem sind über 60 Prozent der Parlamentsabgeordneten Frauen. Das ist die höchste Quote der Welt. Juliana Kantengwa ist seit fast 20 Jahren dort Abgeordnete für die Regierungspartei. Und sie und ihre Kolleginnen haben eine ganze Reihe frauenfreundlicher Gesetzen verabschiedet: Vergewaltigung wird heute hart bestraft. Mädchen haben ein Recht auf Schulbildung, genau wie ihre Brüder. Mutterschutz ist gesetzlich verankert. Juliana Kantengwa sagt: „In unserem Staat sind immer mehr Frauen Entscheidungsträger. Nicht nur im Parlament, sondern im Kabinett, in halbstaatlichen Organisationen, in der Privatwirtschaft, selbst in Gemeindeversammlungen. Frauen haben prominente Positionen überall in der Gesellschaft.“ Aus Afrika kommen also auch gut Nachrichten!


Mittwoch, 28. November 2018

Wien: Maßnahmen gegen steigende Grundtückspreise

Von wegen, man kann nichts gegen Spekulanten und hohe Mietpreise tun: Die Wiener Regierung geht jetzt drastisch gegen steigende Mieten vor. Eine neue Bauordnung macht Investoren strenge Vorgaben. Unter anderem sind für zwei Drittel aller neuen Wohnungen die Preise festgesetzt. Diese fallen damm in die Kategorie "geförderte Wohnnutzfläche". Die Miete darf hier nicht mehr als fünf Euro netto pro Quadratmeter betragen. Mit dieser Neuregelung will Wien die horrend ansteigenden Grundstückspreise eindämmen. Als Ursache sieht man vor allem Großinvestoren aus, die seit halt dem Finanzcrash 2008 und in Zeiten niedriger Zinsen in Immobilen ein renditeträchtiges Investment sehen. Diese Investoren will die Regierung in die Pflicht nehmen - oder auch gleich ganz vom Kauf abschrecken.


Dienstag, 27. November 2018

Mädchen bedankt sich mit rührendem Brief beim Rettungsdienst

Die Heldin dieser guten Nachricht heißt: Johanna! Johanna hat einen wundervollen Brief an den Malteser Rettungsdienst in Stuttgart geschrieben. Zitat: „Lieber Rettungsdienst, ich möchte mich gerne mal bei euch bedanken. Ihr leistet so viel für uns, aber bekommt einfach zu wenig „Danke“ gesagt. Es ist echt schön zu wissen, dass ihr kommt, wenn man euch braucht. Ich habe großen Respekt für euch, die Arbeit ist nicht so einfach, wie alle denken. Ihr seid einfach super und auch „Helden“. Die Stuttgarter Malteser haben gesagt: So was hätten noch nie erlebt. Und der Brief hat jezt einen Ehrenplatz an ihrer Pinnwand!


Montag, 26. November 2018

"Allianz für den freien Sonntag Saarland" startet Adventsaktion

Erinnern Sie sich noch an die Aktion: Samstags gehört Papa mir? Wie sieht das mit Mami am Wochenende aus? Wenn Mami zum Beispiel Verkäuferin ist? Dann kommt jetzt vor Weihnachten Großkampfzeit. Wie wärs mit freien Advents-Sonntagen, weil die Geschäfte da zu bleiben? Dafür setzt sich in Saarbrücken jetzt die "Allianz für den freien Sonntag Saarland" ein. Dazu gehören DGB-Saar-Vorsitzender Eugen Roth, Ministerpräsident Tobias Hans (CDU), Staatstheater-Intendant Bodo Busse und der Sportler Martin Schedler ein. Sie wollen vier verkaufsoffenen Sonntagen im ganzen Jahr - das könne auchdem kleinen Einzelhandel helfen, der mit den Sonntagsöffnungen nicht mithalten könne. Und Marathon-Mann Martin Schedler sagte, Menschen seien keine Maschinen. Jeder brauche Zeit, um Kraft zu sammeln. Er muss es wissen!


Samstag, 24. November 2018

Auch die saarländischen Winzer an der Mosel vermelden ein ungewöhnlich gutes Weinjahr.

Dieses Jahr liege etwa das Mostgewicht des Grauburgunders bei 92 bis 110 Grad Oechsle, teilte der Vorsitzende des saarländischen Winzerverbandes, Peter Petgen, dem SR mit. Als er Anfang der 80er Jahre seine Lehre absolviert habe, habe selbst eine Auslese nicht mehr als 86 oder 88 Oechslegrade Mostgewicht gehabt. Seitdem seien die Winzer an der Mosel sehr verwöhnt worden. Dieses Jahr sei die Qualität nun außergewöhnlich: hoher Reifegrad, das bedeute in der Folge hohe Alkoholwerte, dann: niedrige Säure und viel Aromatik. Und im Gegensatz zu anderen Jahren stimme auch die Menge. Zuvor hatten die Winzer von Mosel und Rhein Oechslegrade zu 321 gemeldet. Dabei handele es sich nicht um normale Weine, sondern etwa um Beerenauslesen.


Freitag, 23. November 2018

Juden, Christen und Muslime können auch gemeinsam den Schalk im Nacken haben

Beim Rosenmontagszug am 4. März wollen die Düsseldorfer Religionsgemeinschaften auf einem gemeinsamen Wagen mitfahren. Das hat der Verwaltungsdirketor der Jüdischen Gemeinde, Szentei-Heise angekündigt. Er hatte das Projekt initiiert. Juden, Protestanten, Katholiken und Muslime wollten einen interreligiösen Mottowagen zum närrischen Sessionsmotto "Gemeinsam jeck" gestalten. In Zeiten von zunehmendem Antisemitismus wolle man damit klar machen, dass die Religionen auch miteinander Karneval feiern können. Einen solchen gemeinsamen interreligiösen Wagen habe es im Karneval noch nie gegeben. Um das zu finanzieren, wird demnächst ein Crowdfunding gestartet.


Donnerstag, 22. November 2018

Quereinsteiger entlasten Personal in Kitas und Pflegeheimen

Quereinsteiger werden einer neuen Studie zufolge das Problem des Fachkräftemangels in Kindertageseinrichtungen und Pflegeheimen nicht lösen, sie können aber helfen, es zu mildern. Das teilte die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf mit. Die Erfahrungen mit Berufsumsteigern seien oft gut. Deren Einsatz senke das fachliche Niveau in den Einrichtungen nicht. Solche Befürchtungen hätten sich bislang als unbegründet erwiesen, heißt es in der Studie. Grundsätzlich erwiesen sich die Seiteneinsteiger allerdings als große Bereicherung.


Mittwoch, 21. November 2018

Mehr Störche im Saarland

Während die Störche schon in ihren Winterquartieren angekommen sind, zieht der NABU Saarland eine positive Bilanz. 14 Storchenpaare gab es im Sommer 2018 im Land, zwei mehr als im vergangenen Jahr. Die Störche haben in diesem Sommer mehr Nachwuchs ausgebrütet, heißt es beim NABU Saarland. Sie siedeln sich immer in der Nähe bisheriger Brutstätten an. Im Saarland sind das vor allem das untere und mittlere Bliestal und die Region St. Wendel. Außerdem überwintern die Störche nicht mehr in Afrika, sondern in Spanien - kürzere Strecke, weniger Gefahren - weswegen mehr wieder den Weg gesund ins Saarland zurück finden.


Dienstag, 20. November 2018

Schildkröten-Population am Amazonas erholt sich

Die südamerikanische Arrauschidlkröte wird wegen ihres Fleisches gejagt. Der Bestand war zeitweise gefährdet. Jetzt aber sei die Population auf dem besten Wege, sich komplett zu erholen, schreiben Forscher der britischen "University of East Anglia" in einer Studie. So würden heute in der Region neunmal so viele Schildkröten brüten wie Ende der 1970er Jahre. Damit habe sich die Zahl der jährlich schlüpfenden Schildkröten um 70 000 Exemplare erhöht. Die Wissenschaftler schreiben im Fachjournal «Nature Sustainability», entscheidend sei gewesen, örtliche Dorfbewohner als Wildhüter in den Schutz der Tiere einzubeziehen. So seien an den geschützten Flussufern nur zwei Prozent der insgesamt über 2000 Brutplätze von Wilderern geplündert worden.


Montag, 19. November 2018

Vermisste Seniorin wollte bloß Party machen

Eine kurzzeitig als vermisst gemeldete Bewohnerin eines Seniorenheims in Rheinland-Pfalz ist auf einer Hochzeitsfeier wiedergefunden worden. Die 82-Jährige war am Samstagabend mehrere Stunden lang ergebnislos in Germersheim gesucht worden, wie die Polizei mitteilte. Es wurde befürchtet, dass die Frau, die jeden Tag spazieren geht, den Weg nicht mehr zurückfindet. Stattdessen stellte sich heraus, dass sich die Seniorin unter die Gäste einer Hochzeitsparty in der Nähe gemischt hatte. "Anscheinend wollte sie lieber feiern gehen statt zu Bett", sagte ein Polizeisprecher.


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