Das SST-Weihnachtmärchen "Peterchens Mondfahrt"

"Peterchens Mondfahrt"

Premierenkritik: Das SST-Weihnachtsmärchen

Julia Becker   12.11.2018 | 12:55 Uhr

Alle Jahre wieder gibt es zur Weihnachtszeit am Saarländischen Staatstheater eine Inszenierung speziell für die Kleinen: das Weihnachtsmärchen. In diesem Jahr ist es der Klassiker "Peterchens Mondfahrt". Am 11. November war Premiere und SR-Reporterin Julia Becker war mit dabei. Ihr Fazit: Die Inszenierung hätte an der einen oder anderen Stelle noch ein bisschen mehr Pep vertragen, aber das Premierenpublikum war auf jeden Fall gespannt dabei.

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Peterchens Mondfahrt
Alle Infos zum Stück und den Vorstellungsterminen.

In Deutschland kennt die Geschichte von Gerdt von Bassewitz fast jeder. Die Regisseurin Jean Renshaw kommt aus England und für sie war die Geschichte erst mal ganz neu. Doch Peterchen, seine Schwester Anneliese und Maikäfer Sumsemann eroberten das Herz und die Fantasie der Regisseurin sofort.

Am wichtigsten war Regiesseurin Jean Renshaw, dass die Kinder im Staatstheater alles verstehen und sich auf die Reise zum Mond einlassen. Dorthin will nämlich Maikäfer Sumsemann, weil der vermutet, dass dort sein sechstes Bein ist. Und die beiden Kinder Peter und Anneliese sollen ihm bei dieser Reise zur Seite stehen.

Käfer Sumsemann in "Peterchens Mondfahrt" (Foto: SR)
Staatstheater: Generalprobe von "Peterchens Mondfahrt"

Die Inszenierung hat es den kleinen Zuschauern leicht gemacht, den dreien bei ihrer Reise zu folgen. Helene Aderhold und Moritz Peschke als Anneliese und Peterchen begleitet man gerne zum Mond, aber am überzeugendsten ist eindeutig Käfer Sumsemann, gespielt von Torsten Köhler. Er ist zwar nicht der Titelheld, aber mit seinem lustigen und direkten Spiel ein wahres Vergnügen.

An der Nachtfee Anne Rieckhof erkennt man vor allem, dass die Kostümabteilung sich ein bisschen bei Disney und Tim Burton abgeschaut hat. Schön und geheimnisvoll ist das Schmetterlingsballett und richtig angsteinflößend der Mondmann.

Langeweile kommt nicht auf während der gut 80 Minuten ohne Pause – gute Gags gibt es auch, wie zum Beispiel der Blitzer während der Fahrt mit Sandmanns Schlitten oder Sumsemanns ständige Ohnmachtsanfälle.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Mittag" am 12.11.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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