Fernsehen (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Theater für Daheim

Der SR 3-DVD-Tipp

 

Der wöchentliche Kinotipp auf SR 3 Saarlandwelle - donnerstags in den "Bunten Funkminuten".


Der SR 3-DVD-Tipp vom 11. August 2022

DVD-Tipp: Kult-Theater für Daheim
Audio [SR 3, Christian Job (c) SR, 11.08.2022, Länge: 02:53 Min.]
DVD-Tipp: Kult-Theater für Daheim
Früher hat uns das Fernsehen öfter mit ins Theater genommen: zu den Ohnesorgs nach Hamburg, zu den Millowitschs nach Köln oder in den bayerischen Komödienstadl nach München. Da saß man vor dem Fernseher wie in der dritten Reihe Parkett. Heute kann man diese Theaterabende auf DVD wiedererleben. SR-Reporter Christian Job stellt ein paar dieser Schwänke vor, die heute noch Spaß machen und Star-besetzt sind.


DvD Cover von "Freddy Quinn: Der Junge von St. Pauli" (Foto: Filmverleih)

"Der Junge von St. Pauli" (Musical, 1971)

Ein Musical aus Hamburg. 1970 -  da war es bis zu der König der Löwen noch lange hin - spielte Freddy Quinn eine Hauptrolle in ‚Der Junge von St. Pauli‘. Es ist eine Komödie mit Liedern zu einer Zeit, als die großen Hitparadenerfolge für Quinn schon zurücklagen, aber er als TV-Gast und Bühnenstar gefeiert wurde. Ein Onkel aus Texas, eine Blumenfrau mit Herz und mitten drin die Schwank-Hauptperson Freddy Lehmkuhl zwischen Fischmarkt und großer Freiheit. Damals war das Musical im St.-Pauli-Theater zu sehen und auch als Gastspiel in Wien. Wie die lustigen Kinogeschichten damals, nur live aufgeführt und abgefilmt. Und auch Weltstars standen auf den deutschen Bühnen.

Genre: Musical
Regie: Henry Kielmann; Karl Vibach
FSK: Infoprogramm gemäß §14 JuSchG
Erstveröffentlichung: 1971

"Beethovens Zehnte" (Komödie, 1988)

Beethovens Zehnte, ein Boulevard-Stück des Berliner Schillertheaters, stammt aus den späten 80er Jahren. Sir Peter Ustinov, das Sprachgenie, hat es geschrieben und die Hauptrolle gespielt – in London und bei uns. Es geht um die Familie Winter: der Vater ist Musikkritiker, der Sohn Komponist. Plötzlich taucht bei den Winters der echte Ludwig van Beethoven auf – ganze 161 Jahre nach seinem Tod, etwas taub und verwirrt. ‚Launig Launig‘, schrieb damals der Theaterkritiker. Und es ist faszinierend mit anzuschauen, welches Timing die Alten beim Pointe setzen hatten.

Genre: Komödie
Regie: Sigrid Schröder
FSK: 06
Erstveröffentlichung: 1988

"Der keusche Lebemann" (Komödie,1978)

Harald Juhnke spielte natürlich auch im Berliner Theater 1978 als der keusche Lebemann. Dort verwandelt er sich als rechte Hand eines Zahnstocherfabrikanten vom unfreundlichen Trottel zum edlen Herrn. Er soll die junge Tochter seines Chef heiraten – die will aber nicht. Neben Juhnke ist auch Barbara Schöne zu sehen, die später als CO-Moderatorin mit Juhnke zusammen die Sendung "Musik ist Trumpf" leitete und Grit Böttcher, mit der er das verrückte Paar der gleichnamigen Sendung bildete. Sieht man diese Theaterklassiker digital in scharfem damals gültigen 4:3 Bild kommt schon ein bissel Wehmut auf. Sowas wird heute nicht mehr gemacht oder kann unsubventioniert nicht produziert werden. Dabei ist es so herrlich: diese perfekte "Tür auf – Tür zu", Witz, Lacher und weiter.

Genre: Komödie
Regie: Alfred Weidemann
FSK: Infoprogramm gemäß §14 JuSchG
Erstveröffentlichung: 1978


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