Saarländisches Staatstheater (Foto: dpa/Katja Sponholz)

Start in die neue Spielzeit

Barbara Grech   06.08.2018 | 16:50 Uhr

Die Sommerpause ist zu Ende - nicht nur für die saarländischen Schüler, sondern auch für die Mitarbeiter des Saarländischen Staatstheaters. Am 6. August gab es im Großen Haus die traditionelle Ensemble-Begrüßung durch Generalintendant Bodo Busse - und in diesem Jahr fiel sie ungewöhnlich politisch aus. "Sich einmischen und mitgestalten" - das sei Aufgabe des Theaters - und das spiegelt sich auch im Spielplan der neuen Spielzeit wieder.

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"Sich einmischen und mitgestalten" - die Ensemblebegrüßung am SST
Audio [SR 3, Barbara Grech, 06.08.2018, Länge: 02:52 Min.]
"Sich einmischen und mitgestalten" - die Ensemblebegrüßung am SST

Im Staatstheater wird ab sofort wieder gearbeitet und geprobt - oder wie Generalintendanten Bodo Busse es bei der traditionellen Ensemble-Begrüßung formulierte: "Die schreckliche, theaterlose Zeit ist endlich vorbei." Und dann wurde Busse politisch, kommentierte das Sommertheater um die vergeigte Fußball-WM, um Özil und die Integrationsdebatte und den Streit von CDU und CSU um die Flüchtlingspolitik: "Die Hitzigkeit der Sommerdebatte des heißen Sommers 2018 hat uns mehrfach gezeigt, wie sehr auch das Theater in seinem freiheitlichen Grundanspruch seine Unschuld eigentlich verloren hat." Das Theater müsse deshalb Position beziehen - und so lautet das Motto, das über der Spielzeit 2018/2019 steht: "Verwandlungen. Veränderungen. Oder: Ruhe gibt es nicht." Sich einmischen und die Gesellschaft mitgestalten, dass sei Aufgabe des Theaters, so Busse.

Der Spielplan 2018/2019

Der Spielplan 2018/19 am SST
Audio [SR 3, Barbara Grech, 24.04.2018, Länge: 03:07 Min.]
Der Spielplan 2018/19 am SST

Für das Publikum geht es am 19. August los - und zwar mit einem Theaterfest auf dem Tbilisser Platz. Beginn ist um 15.00 Uhr. Am Abend gibt es dann - zur musikalischen Einstimmung auf die neue Spielzeit, ein Promenadenkonzert, und zwar um 20.00 Uhr.

Die erste Premiere in der neuen Spielzeit ist am 26. August: die Verdi-Oper "La Traviata".

Veränderungen – Brüche – Verwandlungen - wenn eine sich damit auskennt, dann ist es die Violetta aus der Verdi-Oper „La Traviata“. Mit dieser Oper jedenfalls beginnt die neue Spielzeit des saarländischen Staatstheaters Ende August.

Große Oper also im Rahmen des Mottos, dass sich das saarländische Staatstheater für die kommende Saison gegeben hat und das steht auch für: Ruhe gibt es nicht! "Wir wollen das Publikum aus der Ruhe des Alltags in die Unruhe des Theaters locken", sagt Generalintendant Bodo Busse. Theater müsse nun mal neben Unterhaltung auch für Unruhe sorgen und für eine Offenheit gegenüber den Themen, die auf den Nägeln brennen.

Themen, die unter den Nägeln brennen

www.staatstheater.saarland
Saarländisches Staatstheater
Die Premieren des Saarländischen Staatstheaters in der Spielzeit 2018/2019

Solche Themen sind zum Beispiel der Wandel, das Neue, die Unstetigkeit dieser Welt. Sowohl im Musiktheater als auch im Schauspiel wurden die Stücke danach ausgesucht. Und dafür, so die Schauspieldirektorin Bettina Brunier, müsse man gar nicht weit wegschauen wie beispielsweise das Stück "Mettlach" zeige.

Von der Porzellanstadt zu Kafkas Haus oder einer georgischen Familiensaga - auffällig ist, das nicht nur klassisches Schauspiel auf die Bühne kommt, sondern auch Romane, Erzählungen, ja sogar Filme dramatisiert werden - wie "Shakespeare in Love" – vor ein paar Jahren ein Hollywood-Renner.

Video [aktueller bericht, 06.08.2018, Länge: 3:02 Min.]
Saisoneröffnung des Saarländischen Staatstheaters

Musiktheater - von Operette bis Zeitgenössischem

Das Musiktheater hingegen bietet die ganze Bandbreite. Schmalzige Operette mit der "Csardasfürstin", große Oper mit "LaTraviata" oder dem "Rosenkavalier", zeitgenössische Produktionen und ein selten gespieltes Juwel: „Die tote Stadt“ von Erich Wolfgang Korngold. Der Spielplan 2018/19 bietet also für jeden etwas.

Über dieses Thema wurde u.a. auch in der "Region am Nachmittag" am 06.08.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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