Edda Petri (Foto: Pressefoto)

"Peggy Guggenheim - Woman before a Glass" in Saarbrücken

Mit Informationen von Barbara Grech   15.09.2021 | 10:50 Uhr

"Peggy Guggenheim - Woman before a Glass", ein Theaterstück mit der im Saarland lebenden Schauspielerin Edda Petri hat am 16. September Premiere in der Modernen Galerie in Saarbrücken. Ein Stück über das Leben der Kunstsammlerin und Mäzenin.

"Peggy Guggenheim - Woman before a Glass" in Saarbrücken
Audio [SR 3, Barbara Grech, 15.09.2021, Länge: 03:16 Min.]
"Peggy Guggenheim - Woman before a Glass" in Saarbrücken

Sie war eine Kunst-Bessesene und fast jeder, der einmal Venedig besucht hat, war in ihrem Palazzo und hat sich die wertvolle Kunstsammlung angeschaut. Peggy Guggenheim ist die Nichte des berühmten Salomon Guggenheim, dessen Museum bis heute in New York für Fuorore sorgt.

Sie hat in den 1940er Jahren Kunst der klassischen Moderne und Surrealismus gesammelt, als viele Künstler noch gänzlich unbekannt waren. Dabei geht es um so berühmte Künstler wie Giaciometti, Jackson Pollok oder Pablo Picasso. Heute sind diese Werke viele Millionen Euro wert.

Edda Petri als Peggy Guggenheim

Die im Saarland lebende Schauspielerin Edda Petri hat nun eine Theaterproduktion angestoßen, die das Leben von Peggy Guggenheim erzählt. Die Produktion ist zusammen mit dem Merscher Kulturhaus in Luxemburg entstanden Die Hauptrolle übernimmt Edda Petri selbst. Die Premiere am 16. September ist auch die deutsche Erstaufführung. Sie findet dort statt, wo Peggy Guggenheim hingehört: in der Modernen Galerie, also im Museum.

"Ein Leben wie ein Roman"

Für SR-Kulturreporterin Barbara Grech war Peggy Guggneheim eine Visionärin, schräge Nudel und emanzipierte Frau. Und das hat Gründe: "Peggy Guggenheim war eine eckige, kantige Frau, voller Lebenslust und unfassbar geizig, obwohl sie Millionärin war. Eine Autodidaktin, die mit vielen Künstlern, die heute weltberühmt sind, eine Affäre hatte. Den Surrealisten Max Ernst hat sie sogar geheiratet. Auch diese Ehe ging gründlich daneben."

Das Leben von Peggy Guggenheim war voller Schicksalsschläge. So starb ihr Vater etwa beim Untergang der Titanik. "Ein Leben wie ein Roman, eine Figur die schillert und nebenbei noch Kunstgeschichte geschrieben hat, obwohl damals belächelt als Autodidaktin." Doch die Sammlung und der Guggenheim-Palazzo in Venedig haben ihr letztlich recht gegeben.

Noch wenige Restkarten

Die Premiere und die Aufführung am 17. September sind bereits ausverkauft. Es gibt noch Restkarten für die Vorstellung am 18. September und für das Gastspiel in der Illipse in Illingen am 20. November um 19.30 Uhr.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Nachmittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 15.09..2021 berichtet.

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