Weltkulturerbe Völklinger Hütte: der Wasserhochbehälter  (Foto: SR/Patrick Wiermer)

Ein neues Einstiegsportal für das Weltkulturerbe

Patrick Wiermer   19.11.2018 | 16:15 Uhr

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte bekommt einen neuen Eingang. Damit sollen die Besucher bequemer vom Parkplatz auf das Hüttenareal kommen. Zugleich soll damit auch der Einstieg in den Hüttenrundgang aufgewertet werden. Im Mittelpunkt des Konzeptes: Der Wasserhochbehälter wird zum weiteren Eingang des Weltkulturerbes. Am 19. November hat der Generaldirektor Grewenig die Siegerentwürfe der Öffentlichkeit vorgestellt.

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Ein neues Einstiegsportal für das Weltkulturerbe
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 19.11.2018, Länge: 03:12 Min.]
Ein neues Einstiegsportal für das Weltkulturerbe

Der rund 26 Meter hohe Wasserbehälter im Herzen der Völklinger Hütte ist rund 100 Jahre alt und diente als Wasserspeicher. Die meisten Besucher, die auf dem großen Parkplatz ankommen, um das Weltkulturerbe zu besuchen, dürften ihn als verfallen und eher unspektakulär wahrnehmen. Das soll sich ändern: Der Wasserhochbehälter soll zur neuen Plattform werden, über die man die Welt des Weltkulturerbes betreten kann. Rund 5,5 Millionen Euro netto soll das Vorhaben kosten - plus/minus 20 Prozent.

Beim Architektenwettbewerb für den neuen Zugang gab es 45 ernsthafte Entwürfe. Am Ende gewann das Büro Duncan McCauley aus Berlin. Die beiden Briten sollen den neuen Eingang zusammen mit Wandel und Lorch aus Saarbrücken umsetzen. Der Entwurf sieht eine offene Eingangshalle vor, von der man auf den Besucherrundweg kommt.

Ein eher zurückhaltender Entwurf

Es ist ein insgesamt zurückhaltender Entwurf. Energieeffizienz steht im Vordergrund, wie auch das Sichtbarmachen von Gebrauchtspuren im Gebäude. Der hohe Raum des Wasserbehälters kann durch eine Art Boxensystem immer wieder neu aufgeteilt werden.

Der Plan sieht vor, dass im Frühjahr 2021 der neue Zugang fertiggestellt ist.


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Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Nachmittag" am 19.11.2018 auf SR 3 Saarlandwelle und in "Der Nachmittag" auf SR 2 KulturRadio berichtet.

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