Bénédicte Keck (links) mit Susanne Wachs (Foto: Susanne Wachs/SR)

„Güete Morje“ aus dem Elsass

Mit Informationen von Susanne Wachs   07.08.2019 | 12:58 Uhr

Bei unseren französischen Nachbarn in Lothringen und im Elsass ist die Mundart keine Selbstverständlichkeit. In den letzten Jahren wurde allerdings viel für den Erhalt der Mundart getan. Mit dabei ist Bénédicte Keck, Projektleiterin beim OLCA.

Bénédicte Keck arbeitet beim Office pour la langue et les cultures d’Alsace et de Moselle (OLCA), dem Sprach- und Kulturamt für das Elsass und das Département Moselle. Es unterstützt unter anderem Vereine, aber auch den französischen Radiosender „France Bleu Alsace“ bei seinem elsässischen Wettbewerb. Mit sieben anderen Kollegen kümmert sich Keck um die Förderung des Elsässischen bei Kindern.

Bénédicte Keck: Mundartaktivistin aus dem Elsass
Audio [SR 3, Susanne Wachs, 07.08.2019, Länge: 03:32 Min.]
Bénédicte Keck: Mundartaktivistin aus dem Elsass

Rund drei Viertel der elsässischen Sprecher sind älter als 60 Jahre. Bei den Kindern zwischen 3 und 10 Jahren sprechen nur drei bis vier Prozent Mundart. Elsässisch wird von vielen als altmodisch angesehen, was Keck aber nicht stört. Sie kämpft schon lange für den Erhalt der Sprache. 2007 hat sie beispielsweise bei einer elsässischen Mundartversion von Microsoft Office 2007 mitgewirkt. Dort wurde dann der Webbrowser zum „Webschnuffler“, und auf der „Startsit“ wird der Nutzer dort mit „Güete Morje“ begrüßt.

Bénédicte Keck ist am Sonntag, 11. August, ab 20.04 Uhr eine Stunde lang bei Susanne Wachs in „Bei uns dehemm“ auf SR 3 Saarlandwelle zu Gast.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja