Mireille Mathieu 1976 (Foto: imago/ZUMA/Keystone)

Der "Spatz von Avignon" hautnah

Dokumentation über Mireille Mathieu

mit Informationen von Gerd Heger   02.12.2021 | 13:28 Uhr

Weibliche Weltstars des französischen Chansons gibt es wenige: Edith Piaf, Juliette Gréco, Patricia Kaas, heutzutage Zaz - und natürlich: Mireille Mathieu! ARTE widmet dem „Spatz von Avignon“ ein großes Portrait.

Bis heute ist Mireille Mathieu ein Weltstar. Ein Phänomen. Vom Singen träumt sie schon als Kind. Dieser Traum mündet in einer beispiellosen Karriere.

Alles begann für "Mimi" in den 60er Jahren

Dokumentation über den "Spatz von Avignon"
Audio [SR 3, Gerd Heeger (c) SR, 03.12.2021, Länge: 01:37 Min.]
Dokumentation über den "Spatz von Avignon"

Zunächst wurde Mireille Mathieu Anfang der 60er Jahre in ihrem Heimtland als neue Piaf gefeiert. Sie machte sich nicht immer Freunde. Da sie eben für alle singt, auch mal für rechte Politiker, Kremldiktatoren oder die Partei in China, hagelt es oft Kritik für die bodenständige kleine Frau aus dem Midi.

Mit ihrer einfachen, aber authentischen Art, mit ihrer ewigen Betonfrisur ist sie ein gefundenes Fressen für Kritiker und Imitatoren. Sie aber macht weiter und übersingt sie alle.

Mehr als 185 Millionen verkaufte Tonträger

Mireille Mathieu ist ein Stimmwunder. Wenn sie "das Wort 'Scheisse' in den Mund nehmen würde, würde es immer noch wie 'Liebe' klingen, schwärmt Schlagermacher Ralph Siegel bewundernd.

Mireille Mathieu während eines Fernsehauftritts vor einem Kinderchor (Foto: imago/MAVERICKS)

Jahrzehntelange ist sie die beliebteste Sängerin Frankreichs und macht Karriere weltweit. Spitzenplätze in den Charts, 1200 aufgenommene Titel in elf Sprachen - auch in deutsch. Das Publikum bekommt nicht genug von ihr.

Mireille Mathieu und ihre Mutter Marcelle-Sophie  (Foto: imago/Michael Schöne)

Ihr Privatleben hält Mireille Mathieu weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Ihre Familie ist neben dem Gesang das Wichtigste für sie. Sie hat enge Verbindungen zu ihren 13 Geschwistern und vor allem zu ihrer Mutter. Es ist ein tiefgreifender Schicksalschlag, als diese 2016 stirbt. Der Schmerz sitzt tief und Mireille verbirgt ihn nicht vor der Öffentlichkeit.

Dokumentation zeigt alle Facetten

Mireille Mathieu Anfang der 70er (Foto: imago/United Archives)

ARTE beleuchtet nun in einer Dokumentation von Jana von Rautenberg das Lebens des „Spatz von Avignon“ von allen Seiten. In unzähligen Film- und Interviewausschnitte wird Mireilles Weg zum Weltstar nachgezeichnet.

"Mireille Mathieu - Singen! Nur singen!"
Die Dokumentation über Leben und Erfolg des „Spatz von Paris“ gibt es am 03.12.2021 um 22.20 Uhr auf ARTE zu sehen.
Und schon vorab im Internet: www.arte.tv

Ein Thema in "Guten Morgen" am 03.12.2021 auf SR 3 Saarlandwelle.

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