Die Kasteler Klause an der Unteren Saar.  (Foto: Martin Oberhauser)

Fundgrube an Literaten, die alle mal im Saarland waren

Lena Schmidtke   14.11.2020 | 11:48 Uhr

Der November eignet sich prima dafür, auf dem Sofa zu liegen und schmökern, auch mal mit dem Laptop oder Tablet. Und da braucht man gar nicht weit zu suchen: Auf der Seite "Literaturland Saar" hat sich Herausgeber Rainer Petto und das Literland-Saar-Team an die Spur von Autorinnen und Autoren geheftet, die alle schon mal im Saarland waren.

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Audio [SR 3, Lena Schmidtke, 14.11.2020, Länge: 05:00 Min.]
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Wer war eigentlich schon alles im Saarland? Die Piaf war da, Zarah Leander, dann die großen Filmstars, als das Saarland noch nicht zur Bundesrepublik gehörte, und eben jede Menge Literaten. Zu finden im Internet unter "Literaturland-Saar". Man ahnt gar nicht, wie viele spätere Nobelpreisträger sich hier schon die Klinke in die Hand gegeben haben. Das Literaturportal literaturland-saar.de gibt es seit drei Jahren. Alle 52 saarländischen Gemeinden sind hier mit Autorinnen und Autorinnen vertreten, die zum Teil weltbekannt sind.

Das Saarland habe nicht so den Ruf, in kultureller Hinsicht interessant zu sein, sagt Rainer Petto, zu unrecht. Im Spätmittelalter gab es die Fürstin Elisabeth von Lothringen, die die erste deutsche Prosa-Schriftstellerin war. Goethe war mal in Saarbrücken, Heinrich Böll war im Schulaustausch in Saarbrücken, Günter Grass war nach dem 2. Weltkrieg in der Nähe von Merzig, Karl May erwähnt in seinen Romanen Mettlach, Weiskirchen und Merzig.

Blick über das Saarland hinaus

Rund 350 Autoren sind mittlerweile erfasst, und es kommen ständig neue Namen hinzu. So gibt es durch das Literatur-Portal auch Blicke nach Rheinland-Pfalz und Frankreich. Unter anderem lebte der Autor von "Berlin Alexanderplatz", Alfred Döblin, in Saargemünd. Giacomo Casanova weilte im Krummen Elsass.

Auf der Seite heißt es: "Für Saarländer ist die Reise durchs Literaturland Saar ein Stück Heimatkunde unter einem anderen Blickwinkel. Aber auch immer mehr Auswärtige nähern sich dem Bundesland auf diesem Wege. Die Zahl der Nutzer von literaturland-saar wächst von Monat zu Monat. Eine statistische Erhebung hat ergeben: Wer das literarische Saarland einmal betreten hat, der bleibt für länger. Vorsicht ist also geboten: Surfen durch literaturland-saar.de kann süchtig machen."

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 14.11.2020 berichtet.

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