Homepage KuBa - Kulturzentrum am Eurobahnhof, Saarbrücken (Foto: Screenshot)

Per Mausklick regionale Kunst kaufen

KuBa hat virtuelles Kunstkaufhaus gestartet

Barbara Grech   04.05.2020 | 16:30 Uhr

Das Leben als Künstler ist oftmals nicht einfach. Und das gilt nicht nur zu Corona-Zeiten. Wie aber bekommt man in Zeiten von "social distancing" die Kunst an den Mann beziehungsweise an die Frau? Das Kulturzentrum am Eurobahnhof (KuBa) hat da ein virtuelles Kunstkaufhaus auf den Weg gebracht, in dem man online quasi direkt beim Künstler einkaufen kann.

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KuBa hat virtuelles Kunstkaufhaus gestartet
Audio [SR 3, Barbara Grech, 04.05.2020, Länge: 03:01 Min.]
KuBa hat virtuelles Kunstkaufhaus gestartet

Das Prinzip ist, wie wenn man sich ein Möbel-Stück im Online-Shop aussucht und dann einkauft. Die Werke der Künstler mit Atelier im KuBa werden jetzt auch auf der Internetseite des Kulturzentrum am Eurobahnhof zum Kauf angeboten. Von jedem Künstler gebe es fünf bis sechs Werke mit Titel- und Preisangaben, sagt die Leiterin des KuBa, Michaela Kilper-Beer. Über ein Formular kann man das Kunstwerk seiner Wahl bestellen und es sich dann liefern lassen. Wer sein Lieblingswerk vor dem Kauf nicht nur zuhause am Bildschirm, sondern gerne auch live sehen möchte, der kann es sich in der Galerie ansehen - allerdings nur mit Voranmeldung.

Ein Modell auch für Nach-Corona-Zeiten?

In Zeiten von Corona entstanden, könnte diese Online-Galerie auch ein nachhaltiges Geschäftsmodell für die Künstler werden. Das erhofft sich unter anderem auch Dirk Rausch, dessen Grafiken dort angeboten werden. "Es könnte tatsächlichen ein gewisser Nebeneffekt sein, dass sich Leute jetzt Kunstwerke anschauen, die sonst vielleicht eher eine Schwellenangst haben, in Galerien oder Ausstellungen zu gehen."

Sich was Gutes tun und Künstler fördern

Die Preisspanne der im KuBa-Kunstkaufhaus angebotenen Bilder ist überaschaubar. Für fast jeden Geldbeutel sei etwas dabei, sagt Michaela Kilper-Beer. Sie reiche von 200 bis 7000 Euro.

Mit einem Original-Kunstwerk könne man ja auch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, so Kilper-Beer: sich selbst was Gutes tun und gleichzeitig den Künstler fördern. Was den Künstlern in die Hände spielen könnte: Noch nie wurde soviel renoviert wie jetzt. Da käme vielleicht ein neues Kunstwerk an der Wohnzimmer-Wand gerade recht.

Warum wer Kunst kauft? Egal. Hauptsache es wird Kunst gekauft - gerade von Künstlern aus der Region.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" am 04.05.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

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