Krimitipp (Foto: dpa)

Penny Louise: "Der vermisste Weihnachtsgast"

Ulli Wagner  

Zugeschneit an einem idyllischen Ort in Kanada und ein Mord? Klingt nach einem Setting für einen klassischen Weihnachtskrimi. Inspektor Gamache bekommt es aber obendrein mit einer Intrige gegen ihn zu tun. Unser Krimitipp der Woche.

Der wöchentliche Krimitipp auf SR 3 im "Samstagabend" - live zu hören immer in der Stunde zwischen 18.00 und 19.00 Uhr und dann dienstags nochmal in den "Bunten Funkminuten".


Krimitipp: "Der vermisste Weihnachtsgast"
Audio [SR 3, Ulli Wagner, 25.12.2021, Länge: 06:19 Min.]
Krimitipp: "Der vermisste Weihnachtsgast"

Penny Louise:
"Der vermisste Weihnachtsgast"
Kampa Verlag
September 2021
TB, 576 Seiten
ISBN: 978-3311120308
Preis: 18,90 Euro
E-Book: 7,49 Euro
Hörbuch: Bei DAV für 20 Euro mit Hans-Werner Meyer als Erzähler


Fazit

Krimigespräch: "Sehr spannend und auch sehr weihnachtlich"
Audio [SR 3, Krimigespräch: Carmen Bachmann/Ulli Wagner, 28.12.2021, Länge: 03:37 Min.]
Krimigespräch: "Sehr spannend und auch sehr weihnachtlich"

Es gibt kaum ein besseres Setting: ein idyllischer Ort, eingeschneit, kurz vor Weihnachten. Und doch ist „Der vermisste Weihnachtsgast“ von Louise Penny alles andere als ein klassischer Weihnachtskrimi. Denn da geht es nicht nur um Mord, da geht es um die eiskalte Arroganz der Macht, die alle zerstört, die sich ihr in den Weg stellen. Aber es ist auch eine Geschichte von Freundschaft und Hoffnung und von der Kraft, die durch Zusammenhalt entsteht. Und genau deshalb ist „Der vermisste Weihnachtsgast“ von Louise Penny doch ein richtiger Weihnachtskrimi mit viel Emotionen und noch mehr Spannung.

Ulli Wagner


Die Autorin


Louise Penny (Foto: François Bérubé)

Penny Louise

Louise Penny ist Jahrgang 1958 und stammt aus Toronto. Dort hat sie an der Ryerson University Applied Arts, also Angewandte Kunst, studiert mit dem Schwerpunkt Radio und Fernsehen und hat 1979 bei der CBC, der Canadian Broadcasting Corporation, als Reporterin und Moderatorin angefangen. Als CBC-Journalistin waren sie in Toronto Thunder Bay, Winnipeg, Quebec und Montréal, also quasi einmal quer durch Canada. Mit dem Schreiben hat sie erst spät angefangen und sie soll 2005 große Schwierigkeiten gehabt haben, für „Still life“ einen Verlag zu finden. Sobald der Erstling aber auf dem Markt war, begeisterte er Kritik und Publikum. „Still life“ bekam 2006 den „New Blood Dagger“, den Preis für den besten Erstling von der britischen Kriminalschriftsteller-Vereinigung, weitere Preise folgten.

In rasantem Tempo schrieb Louise Penny danach ihre Three Pines-Reihe um Chief-Inspector Armand Gamache von der Sûreté de Quebec. 17 Gamache-Krimis gibt es inzwischen in Canada, sie sind dort  äußerst erfolgreich. Der kleine Kampa-Verlag aus der Schweiz hat die Rechte für den deutsch-sprachigen Raum und bringt nun in rascher Folge die Gamache-Reihe von Louise Penny auf den Markt, allein in diesem Jahr erscheinen insgesamt vier Bände, wobei jeder Gamache-Fall auch für sich alleine steht und es allen Penny-Neulingen möglich ist, den Einstiegsband frei zu wählen. Für den kleinen, unabhängigen Verlag ist Louise Penny ein Glücksfall. Er erreicht Auflagenhöhen, von der nie geträumt hätte.

„Bei Sonnenaufgang“ ist der siebte Fall für Gamache. Louise Penny lebt in der Nähe von Quebec in einem kleinen Städtchen, von dem manche behaupten, es sähe „Three Pines“ zum Verwechseln ähnlich.

Ulli Wagner


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