Krimitipp (Foto: dpa)

Ingrid Noll: "In Liebe Dein Karl"

Ulli Wagner  

Krimineller Witz, Charme, eine scharfe Beobachtungsgabe und eine gute Portion Autobiographisches. All das bringt die in Shanghai geborene Bestsellerautorin Ingrid Noll in ihrer aktuellen Sammlung von Krimikurzgeschichten zusammen. Unser Krimitipp der Woche.

Der wöchentliche Krimitipp auf SR 3 im "Samstagabend" - live zu hören immer in der Stunde zwischen 18.00 und 19.00 Uhr und dann dienstags nochmal in den "Bunten Funkminuten".


Audio

Krimitipp: "In Liebe Dein Karl" von Ingrid Noll
Audio [SR 3, Ulli Wagner, 07.06.2020, Länge: 04:58 Min.]
Krimitipp: "In Liebe Dein Karl" von Ingrid Noll

Ingrid Noll
"In Liebe Dein Karl"

Verlag: Diogenes
1. Februar 2020/ HC, 336 Seiten
ISBN: 978-3-257-07096-5
Preis: 24 Euro
E-Book: 20,99 Euro

Hörbuch: Diogenes Hörbuch erschienen,
mit Anna Schudt als Erzählerin, für 16,95 Euro zum Download


Fazit


Krimigespräch: "Eine wunderbare Sammlung von kriminellen und warmherzigen Geschichten"
Audio [SR 3, Krimigespräch: Eberhard Schilling/Ulli Wagner, 09.06.2020, Länge: 03:07 Min.]
Krimigespräch: "Eine wunderbare Sammlung von kriminellen und warmherzigen Geschichten"

"In Liebe Dein Karl" ist eine wunderbare Sammlung von spannenden, kriminellen, aber auch  warmherzigen Geschichten und für mich auch eine Art Vermächtnis der "Grande Dame" des deutschen Kriminalromans. Ingrid Noll überzeugt mit Witz und Lebenserfahrung und gewährt uns einen kleinen Einblick in ihr Leben. Das ist spannend und zugleich sehr ergreifend.

Ulli Wagner


Die Autorin


Ingrid Noll (Foto: Renate Barth)

Ingrid Noll

Ingrid Noll ist die "Grande Dame“ des deutsch-sprachigen Kriminalromans. Sie wurde 1935 in Shanghai geboren und wuchs mit ihren drei Geschwistern in China auf, vor allem in Nanjing. 1949 floh die Familie nach Deutschland. Nach dem Abitur studierte Ingrid Noll in Bonn Germanistik und Kunstgeschichte, mit dem Berufsziel Lehrerin.

Als Kind hatte Ingrid Noll zwei Lebensträume: Der eine mit großer Eigenständigkeit und Reisen und Schreiben im Mittelpunkt, der andere mit einer großen Familie.

Den hat sie zuerst verwirklicht, sie zog drei Kinder groß, arbeitete in der Praxis ihres Ehemannes mit und pflegte ihre Mutter, die 106 Jahre alt wurde.

1990, als die Kinder erwachsen und aus dem Haus waren, nahm sich Ingrid Noll Zeit fürs Schreiben, richtete ein ehemaliges Kinderzimmer zu ihrer Schreibstube um, ihrer Klause, wie sie sagt, und begann, Kriminalgeschichten zu schreiben – erst auf der Schreibmaschine, inzwischen längst auf dem PC. Alle sind sie im Schweizer Diogenes Verlag erschienen und alle sind sie zu Bestsellern geworden. Angefangen 1991 mit "Der Hahn ist tot" über "Die Apothekerin", "Selige Witwen", "Hab und Gier" oder "Goldschatz", um nur einige zu nennen. Teilweise wurden ihre Romane auch verfilmt und zwar äußerst erfolgreich. Ingrid Noll hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, 2005 bekam die vierfache Großmutter den Friedrich-Glauser-Ehrenpreis der Autoren für ihr Gesamtwerk.

Ulli Wagner


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