Krimitipp (Foto: dpa)

Horst Eckert: "Im Namen der Lüge"

Ulli Wagner  

Reichsbürger, die RAF und Rechtsextreme in Verfassungsschutz und Polizei - bis auf die RAF klingt das beinahe nach den jüngsten Nachrichten, ist aber Fiktion. Mit seinem Krimi "Im Namen der Lüge" legt Autor Horst Eckert wieder mal den Finger in die Wunden unserer Zeit. Unser Krimitipp der Woche.

Der wöchentliche Krimitipp auf SR 3 im "Samstagabend" - live zu hören immer in der Stunde zwischen 18.00 und 19.00 Uhr und dann dienstags nochmal in den "Bunten Funkminuten".


Krimitipp: "Im Namen der Lüge"
Audio [SR 3, Ulli Wagner, 24.10.2020, Länge: 03:35 Min.]
Krimitipp: "Im Namen der Lüge"

Horst Eckert
"Im Namen der Lüge"

Heyne Verlag
März 2020
PB, 576 Seiten (Paperback)
ISBN: 978-3453439665
Preis: 12,99 Euro
E-Book: 9,99 Euro

Hörbuch: Bei Audible erschienen
Preis: 18,57 Euro, mit Vanida Karun als Erzählerin


Fazit


Krimigespräch: "Brisant, hochaktuell und sehr sehr spannend"
Audio [SR 3, Krimigespräch: Eberhard Schilling/Ulli Wagner, 27.10.2020, Länge: 02:53 Min.]
Krimigespräch: "Brisant, hochaktuell und sehr sehr spannend"

"Im Namen der Lüge" liest sich wie ein spannendes Geschichtsbuch. Da steckt Zündstoff drin - von Reichsbürgern bis zur RAF.  Da geht es um unsere Demokratie. "Im Namen der Lüge" ist hochbrisant, hochspannend und hat zwei tollen Hauptfiguren. Gerne mehr davon!

Ulli Wagner


Der Autor


Horst Eckert (Foto: Kathie Wewer)

Horst Eckert

Horst Eckert ist Jahrgang 59 und stammt aus der Oberpfalz. Der Diplompolitologe hat in Erlangen und Berlin studiert, dort vor dem Mauerfall im ZDF-Studio Fernsehluft geschnuppert und in Nordrhein-Westfalen 15 Jahre lang als Fernsehjournalist gearbeitet, sowohl für die ARD als auch fürs Privatfernsehen. Sein Debütroman "Annas Erbe" erschien 1995 bei Grafit. Seither hat Horst Eckert 15 Romane und zahlreiche Kurzgeschichten veröffentlicht. Und einen Skandal ausgelöst: 2006 verhängte das Düsseldorfer OB-Büro nämlich eine Lesungs-Zensur gegen Eckerts Kurzgeschichte "Wege zum Ruhm", in der das fiktive Stadtoberhaupt Dagobert Kroll in einen Bauskandal verwickelt ist.

Immer wieder trifft Eckert mit seinen Kriminalgeschichten und Romanen ins Schwarze, legt die Finger in die Wunden, macht auf Ungereimtheiten aufmerksam, indem er fiktiv erzählt, wie es gewesen sein könnte. Dies gilt vor allem für seine Reihe um Kriminalkommissar Veih und seinen Thriller "Wolfsspinne", in dem es um die Mordserie des NSU geht und insbesondere für seinen neuesten Krimi "Im Namen der Lüge", in dem es um Reichsbürger, die RAF und Rechtsextreme in Verfassungsschutz und Polizei geht. 

Horst Eckert ist Mitglied im Syndikat, dem Zusammenschluss deutsch-sprachiger Krimiautoren, seine Werke werden auch zum Beispiel ins Französische, Niederländische und Tschechische übersetzt. Er sucht mit Lesungen den direkten Kontakt zu seinem Publikum, was in Corona-Zeiten erfahrungsgemäß nicht so einfach ist. Horst Eckert war auch schon mal kriminell im Saarland unterwegs. Er ist gern gesehener Gast auf Krimi-Festivals und hat schon jede Menge Preise eingeheimst: zum Beispiel den Marlowe-Preis und den Friedrich-Glauser-Preis. 2020 war er mit "Im Namen der Lüge" für den Crime Cologne Award nominiert und gewann die "Silberne Lupe".

Ulli Wagner


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