Krimitipp (Foto: dpa)

Frank Goldammer: "Juni 53"

Ulli Wagner  

Ein Krimi, der in die deutsche Geschichte blickt und zugleich hoch aktuell ist, denn es geht um Ideologie und Staatsgewalt, um Meinungsfreiheit und Medienschelte und die Frage nach dem eigenen Gewissen. Unser Krimitipp der Woche.

Der wöchentliche Krimitipp auf SR 3 im "Samstagabend" - live zu hören immer in der Stunde zwischen 18.00 und 19.00 Uhr und dann dienstags nochmal in den "Bunten Funkminuten".


Audio

Krimitipp: "Juni 53"
Audio [SR 3, Ulli Wagner, 13.06.2020, Länge: 03:32 Min.]
Krimitipp: "Juni 53"

Frank Goldammer
"Juni 53"

dtv Verlag
Dezember 2019 /TB, 368 Seiten
ISBN: 978-3-423-26232-3
Preis: 15,90 Euro
E-Book: 13,99 Euro
Hörbuch: bei DAV für 19,99 Euro mit Heikko Deutschmann als Erzähler


Fazit


Frank Goldammer packt ein düsteres Kapitel deutscher Geschichte an und ist gleichzeitig topaktuell: es geht um Ideologie und Staatsgewalt, um Meinungsfreiheit und Medienschelte und um die fast schon philosophische Frage: kann ich mir ein Gewissen leisten? „Juni 53“ von Frank Goldammer ist interessant, lehrreich und spannend  zugleich.

Audio

Krimi-Gespräch: "Juni 53"
Audio [SR 3, Ulli Wagner, 16.06.2020, Länge: 03:47 Min.]
Krimi-Gespräch: "Juni 53"

Ulli Wagner


Der Autor


Frank Goldammer (Foto: SR/Ulli Wagner)

Frank Goldammer

Frank Goldammer ist Jahrgang 1975 und waschechter und überzeugter Dresdner. Der gelernte Maler- und Lackierer ist in den Betrieb seines Vaters eingestiegen, hat seinen Meister gemacht und ist auch immer noch in diesem Beruf tätig, wenn auch zu Buchmessezeiten meist nur zu 30 Prozent, wie er selbst sagt.

Neben seinen drei Kindern, von denen zwei bei ihm leben, ist das Schreiben das liebste Hobby des Alleinerziehenden. Angefangen damit hat er in seinen Zwanzigern, als er merkte, dass er mit seiner Malerei ohne gezielte Förderung nicht weiterkam. Auf einer ausrangierten elektrischen Schreibmaschine schrieb Frank Goldammer zuerst Horror- und Mystery-Geschichten, bevor er sich ganz dem Krimi widmete. Und mit seinen Regionalkrimis kamen die ersten Erfolge.

Als sein erster Roman von einem großen Verlag veröffentlicht wurde, da war Frank Goldammer gerade 40 geworden und hatte tief in den Archiven und in der Geschichte seiner Heimatstadt gewühlt. Sein Debütroman „Der Angstmann“ spielt in Dresden in den Jahren 44 und 45, also auch in der Zeit der großen Bombardements und des Feuersturms, kletterte er sofort auf die Bestsellerlisten.

„Juni 53“ ist der fünfte Fall für Kommissar Max Heller. Frank Goldammer ist ein Vielschreiber. Neben diesen historischen Kriminalromanen aus Dresden hat er auch zahlreiche Geschichten veröffentlicht sowie den Roman „Großes Sommertheater“. Im Juli erscheint sein Roman „Zwei fremde Leben“ über Zwangsadoptionen in der DDR.

Ulli Wagner


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