Bernd Kissel beim Comiczeichnen (Foto: SR / Isabel Sonnabend)

Marc-Uwe Klings Känguru-Comics jetzt als Buch

mit Informationen von Gerd Heger   22.03.2022 | 16:00 Uhr

Unzählige Fans haben darauf gewartet – nun ist es im Handel: das erste Comicbuch mit Marc-Uwe Klings Känguru. Zeichner ist der Saarländer Bernd Kissel aus Berus. Am Wochenende wurde das 224 Seiten starke Buch bei der Literaturfestival Lit’Cologne in Köln vorgestellt.

Im Jahr 2008 fing alles an: Ein sprechendes Känguru klingelt beim Kleinkünstler Marc-Uwe Kling. Der Rest ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte aus Radiocomicals, Sketchen vor immer mehr Publikum, Hörbüchern und einem Kinofilm, dem ein zweiter folgen wird.

Seit 2020 ist auch der saarländische Comiczeichner Bernd Kissel mit dabei. Er hat die Känguru-Geschichten als Comics gezeichnet.

Ein Känguru mit großer Fangemeinde

Marc-Uwe Klings Känguru-Comics jetzt als Buch
Audio [SR 3, Gerd Heger, 22.03.2022, Länge: 03:09 Min.]
Marc-Uwe Klings Känguru-Comics jetzt als Buch

Marc-Uwe Kling & Bernd Kissel
"Die Känguru-Comics - Also ich könnte das besser"

Carlsen Comics
22. März 2022
HC, 224 Seiten
ISBN: 978-3551728289
Preis: 22,00 Euro

Durch Corona am Auftreten gehindert, suchte Autor Marc Uwe Kling über den Carlsen-Verlag einen Zeichner. Dort war der Saarländer Bernd Kissel bereits gut bekannt. Im Buch zeigt eine Bonusgeschichte am Ende, wie das Känguru zum Comicheld wurde. Entstanden sei sein Bild vom Känguru beim Hören der Hörbücher.

Kissel arbeitet von zuhause im Zeichenkeller. Zum Glück habe er nicht gewusst, wie groß die Fangemeinde des Kängurus sei, sagt er. Sonst wäre er vor "Ehrfurcht erstarrt".

Zusammenarbeit mit "Zeit online"

Das "Känguru" ist durch und durch respektlos, aber immer auf der Höhe der Zeit: Das brachte den nächsten Partner ins Boot: die Redaktion von Zeit Online. Kling und Kissel entwickelten einen täglichen Strip – klassisch schwarz-weiß mit vier Bildern, farbig und länger am Wochenende.

Geschichten in den Geschichten

Im Laufe der Zeit seien so auch immer mehr Themen und Figuren hinzugekommen, erzählt Kissel. So beschränkten sich die Strips nicht nur auf die Wohngemeinschaft zwischen dem Känguru und Kling, sondern klopften auch die Nachbarschaft ab.

Es gebe auch Geschichten in den Geschichten mit einer fiktiven Sitcom, in der Jeff Bezos und Elon Musk eine Wohngemeinschaft auf dem Mars haben.

Ein ganz eigener Stil

Schon sehr schnell hatten die beiden einen ganz eigenen Stil für das Comic-Känguru gefunden –  über das bisherige in Sketch und Film hinaus.

Nicht nur breiten die Figuren ein treffendes Panorama unseres allzu menschlichen deutschen Lebens aus - klug, und mit echten Zeitdokumenten. Nein, bei einem Comicfanatiker wie Kissel ist klar: Auch mit dem Genre Comic selbst wird gespielt.

Da können die Figuren sogar – und oft saukomisch – mit ihren Autoren kommunizieren. Und sich beim Zeichenstil einmischen. Kein Wunder, dass die wachsende Fangemeinde inzwischen täglich klickt. Kissel freut’s – trotz der harten täglichen Arbeit und der Angst vorm weißen Blatt: Er sei stolz ein Teil des Känguru-Universums zu sein.

Ein Thema in der Sendung "Der Feierabend" vom 22.03.2022 auf SR 3 Saarlandwelle.

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