Bodo Busse: "Wir versuchen kreativ damit umzugehen und richten den Blick nach vorne"

"Wir versuchen kreativ damit umzugehen und richten den Blick nach vorne"

Interview mit Bodo Busse, Intendant des Saarländischen Staatstheaters

Interview: Gerd Heger   30.03.2020 | 16:30 Uhr

Keine Proben, kein Publikum. Doch das SST ist damit nicht gänzlich in der Versenkung verschwunden. Jetzt würden kleine Videos produziert. Die Kollegen seien unglaublich kreativ, sagt Bodo Busse, der Intendant des SST. Wie die Orchestermitglieder, die Schauspieler und die Tänzer mit der Heimarbeit umgehen, das beschreibt er im SR-Interview.

Dem Virus trotzen - aber sicher!
Das Staatstheater auf Youtube & Co.
Auch das Staatstheater will in Zeiten der Ausgangsbeschränkung präsent bleiben - auch wenn das Publikum und auch die Akteure den Bühnen fern bleiben müssen. Auf seinem Youtube-Kanal stellt das Haus unter dem Motto "Stay at home!" beispielsweise Lesungen, humoristische Arien oder persönliche Grüße ein.

Eigentlich hätte "Das Rheingold" aus Wagners "Ring der Nibelungen" am ersten Aprilwochenende im Saarländischen Staatstheater (SST) Premiere haben sollen. Doch Corona hat der Operninszenierung einen Strich durch die Rechnung gemacht - und nicht nur dieser Inszenierung. Für Theatermenschen ein hartes Los. Aber zum Glück gibt es das Internet. Orchestermusiker und Schauspieler produzierten kleine Videos. Es gebe sogar im SST jetzt ein kleines Videostudio, sagt Intendant Busse. "Und die Kollegen sind unglaublich kreativ."

Schwierige Situation besonders für die Balletttänzer

Schwieriger sei die Situation für die Tänzerinnen und Tänzer des Balletts, sagt Busse. Es werde den Ballettmitgliedern zwar ein Ferntraining angeboten, aber das sei Trainieren im kleinsten räumlichen Umfang, nämlich zuhause, und auch noch allein. "Wir hoffen, dass das Ballett-Ensemble trotzdem fit bleibt, um am Tag Eins nach Corona wieder ganz schnell in die Probenform zu kommen", sagt Busse.

Kostümabteilung näht jetzt Schutzmasken

Saarländisches Staatstheater
Mundschutzmasken statt Opernkostüme

Während quasi alle Bereiche des Theaters lahm gelegt sind, hat die Kostümabteilung zurzeit richtig viel zu tun. Sie näht Schutzmasken. Es habe eine Anfrage der Krankenhäuser gegeben und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sofort ja gesagt.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" am 30.03.2020 auf SR 3 Saarlandwelle.

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