Transparent Future Lab am Weltkulturerbe Völklinger Hütte (Foto: Prä-IBA-Werkstattlabor der htw saar)

Gärtnern in der Zukunft

Neues Aussstellungsformat "Future LAB" im Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Barbara Grech   30.04.2021 | 12:00 Uhr

Wie werden wir in Zukunft leben? Wie mit dem Klimawandel umgehen? Wie ernähren wir uns künftig? Fragen, die uns alle angehen. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte startet dazu ein Projekt - und wenn Corona es zulässt, dann auch eine Ausstellung in der Erzhalle. Future-LAB heißt das neue Ausstellungsformat und in seiner ersten Ausgabe beschäftigen sich Studierende und Professoren der htw Saar mit dem Thema "IBA-Plant" - also mit Gärtnern in der Zukunft.

Salbei, Mangold, Liebstöckel - allerlei Kräuter und Salate empfangen den Besucher Weltkulturerebes im Außenbereich der Erzhalle. Das Ganze ist den traditionellen Arbeitergärten in der Großregion nachempfunden.

"Future LAB" im Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Audio [SR 3, Barbara Grech, 30.04.2021, Länge: 03:08 Min.]
"Future LAB" im Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Stephan Ochs, Professor an der htw Saar, will mit seiner geplanten Internationalen Bauausstellung in der Großregion, genau diesen Themenbereich aufgreifen und einen Vorgeschmackt gibt es nun im Weltkulturerbe Völklinger Hütte zu sehen.

Landwirtschaft indoor statt in der Fläche

"Plant" - das steht für Pflanze, aber bedeutet in der englischen Sprache auch "Fabrik" und genau sei auch die Schnittstelle, in der sich die Zukunftsvisionen für einen nachhaltigen Anbau von Obst, Gemüse und Getreide bewegten, sagt Ralf Beil, Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte. "Dass wir in Zukunft vielleicht nicht mehr die industriealisierte Landwirtschaft haben mit all den Pestiziden, sondern dass wir wahrscheinlich in Zukunft sehr viele Indorrfarmen haben", sagt Beil.

Der Wolfsbarsch auf dem Balkon

Die Visionen gehen soweit, dass, wenn das Stahlwerk in Völklingen nicht mehr produziert, dort sozusagen, in den Hallen, Ackerbau und Viehzucht betrieben wird. Und so weit sind wir heute davon gar nicht entfernt - Stichwort Aquaponic. Uwe Waller, ebenfalls Profesor an der htw, zeigt den Prototyp eines Aquariums, in dem unten ein Wolfsbarsch schwimmt und oben Salicorn, also Gemüsealgen wachsen. Sozusagen die Vorstufe für ein leckeres, maritimes Mittagessen.

Wolfsbarsch, der im eigenen Garten oder auf dem Balkon aufwächst, Tomaten, die in alten Fabrikhallen reifen - mit romantischem Naturerlebnis hat das zwar wenig zu tun, aber für eine naturschonende Lebensmittelproduktion wäre es ein Gewinn.

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 30.04.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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