"Modernes Ballett, das berührt, vielleicht sogar beseelt"

Das Ballett "Aufbrüche" am Saarländischen Staatstheater

mit Informationen von Carmen Bachmann   16.05.2022 | 12:55 Uhr

Am 14. Mai hat das Ballett "Aufbrüche" am Saarländischen Staatstheater Premiere in der Alten Feuerwache gefeiert - mit zwei eigenständigen Stücken der Choreographen Moritz Ostruschnjak und Marioenrico D’Angelo. SR-Reporterin Carmen Bachmann hat sich die Aufführung angeschaut.

Gleich zwei eigenständige Ballett-Stücke mit eigenen Ensembles und Bühnenbildern werden unter dem Titel "Aufbrüche" am Saarländischen Staatstheater gezeigt. Ein Thema, zwei Interpretationen. Einmal "Grace" (Anmut) von Marioenrico D’Angelo und "Gloom" (Düsternis) von Moritz Ostruschnjak. Beide waren Tänzer am SST und arbeiten nun als Choreographen.

"Grace"

Aufbrüche - Grace: Micaela Serrano Romano und Zane Unger (Foto: SST/©Bettina Stöß)
Szene aus "Grace" am SST

Aufbruch: Ein Thema, zwei Interpretationen. Bunt und heiter habe sich D’Angelos Choreographie gezeigt, so SR-Reporterin Carmen Bachmann. Ein Bühnenbild "mit luftigen, verschiedenfarbigen Vorhängen", die in den Tanz miteingebunden wurden, Alltagskleidung als Kostüme, eine Gruppe Menschen, "die als Jugendliche gut befreundet sind, ins Leben hinausgehen und sich immer wieder in unterschiedlichen Konstellationen treffen."

Hier sei nicht nur unter den Tänzern richtig Spaß aufgekommen, sondern auch im Publikum wurde an manchen Stellen gekichert. Aber auch nachdenkliche Szenen habe es gegeben.

"Gloom"

Ballettpremiere: "Aufbrüche" am SST
Audio [SR 3, Carmen Bachmann, 16.05.2022, Länge: 03:09 Min.]
Ballettpremiere: "Aufbrüche" am SST

Etwas düsterer wurde es bei Moritz Ostruschnjaks "Gloom". Auf einer Videowand untermalten beispielsweise Bilder von Explosionen den dramatisch-effektvollen Tanz, silhouettenhaft in Szene gesetzt durch Bühnenbild und Licht.

Tänzerisch am stärksten seien die Ensembleszenen gewesen - mit tollen Leistungen von Edorado Cino und Nobel Lakaev, so Bachmann. Insgesamt habe "Gloom" mehr Tiefe gehabt, aber bei aller Düsternis habe es auch lustige Momente gegeben und "das Publikum hat beide Stücke sehr gefeiert."

Carmen Bachmanns Fazit: "Ich kann nur empfehlen, sich 'Aufbrüche' anzusehen. Modernes Ballett, das berührt, vielleicht sogar beseelt."


Auf einen Blick


Die alte Feuerwache, Saarbrücken (Foto: Kai Forst)

"Aufbrüche"

Ballet / Choreographien von Moritz Ostruschnjak und Marioenrico D’Angelo

Ort:
Alte Feuerwache, Saarländisches Staatstheater, Saarbrücken

Weitere Termine
Dienstag, 17. Mai 2022, 19.30 Uhr
Samstag, 21. Mai 2022, 19.30 Uhr
Mittwoch, 25. Mai 2022, 19:30 Uhr
Sonntag, 29. Mai 2022, 18.00 Uhr
Freitag, 10. Juni 2022, 19:30 Uhr
Donnerstag, 16. Juni 2022, 18.00 Uhr
Weitere Termine folgen.

Weitere Informationen unter:
www.staatstheater.saarland


Ein Thema in der Sendung ""Region am Mittag" am 16.05.2022 auf SR 3 Saarlandwelle.

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