Der eingerüstete Alexanderturm bei Blieskastel. (Foto: SR/Patrick Wiermer)

Alexanderturm soll wieder aufgebaut werden

Patrick Wiermer   02.10.2020 | 12:45 Uhr

Mitten im Bliesgau, auf dem Großen Kahlenberg zwischen Bliesdalheim und Böckweiler, soll ein neues touristisches Highlight entstehen. Ein Förderverein hat Jahrzehnte um den sogenannten Alexanderturm aus dem 19. Jahrhundert gekämpft. Jetzt soll er wieder aufgebaut werden.

Alexanderturm in Blieskastel soll wieder aufgebaut werden
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 02.10.2020, Länge: 03:20 Min.]
Alexanderturm in Blieskastel soll wieder aufgebaut werden

Seit Jahren sammelt der Förderverein Geld für die Sanierung des Alexanderturms. Der Turm zwischen Böckweiler und Breitfurt war 1939 von der Wehrmacht gesprengt worden. Seitdem steht nur noch der Sockel, der zu verfallen drohte. Vor rund 15 Jahren kaufte die Stadt Blieskastel das Gelände samt Turm von einem Landwirt. Dann aber geschah erst einmal nicht mehr.

Der Turm wurde Ende des 19. Jahrhunderts gebaut. Er war ein Geschenk des Barons Alexandre Jacomin de Malespine, im Bliesgau als Schackmä bekannt, an die Naturfreunde. Von der Spitze des Turms in 26 Metern Höhe konnte man bis in die Vogesen schauen. Für Guido Freidinger vom Förderverein ist der Alexanderturm ein Stück Kulturgeschichte für die gesamte Region.

Teil der regionalen Kulturgeschichte

Freidinger ist auch Beigeordneter der Stadt Blieskastel. Dort setzt sich er sich auch in der Verwaltung dafür ein, dass der Traum vom Alexanderturm weiterlebt. Erst sollte er originalgetreu wieder aufgebaut werden. Diese Idee ist doch mittlerweile vom Tisch weil nicht mehr zeitgemäß. Stattdessen gibt es viele Ideen: eine Aussichtsplattform in sechs Metern Höhe, Erklärtafeln, eine Solar-Ladestation für E-Biker.

Geplante Wiedereröffnung: März 2021

Ursprünglich sollte das alles 155.000 kosten, finanziert aus Mitteln des Fördervereins, der 34.000 Euro dafür gesammelt hat, und der EU. Doch die Baukosten sind gestiegen. Nun werden rund 190.000 Euro benötigt. Der Verein muss davon weitere 8000 Euro tragen. Wie das finanziert werden soll, ist noch unklar. Trotzdem soll die Ruine im März 2021 wieder für Besucher öffnen. Mit der Sanierung des Sockels wurde bereits begonnen.

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 02.10.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

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