Kadaversuchhund in Ausbildung (Foto: SR)

Mit Spezialhunden gegen die Afrikanische Schweinepest

mit Informationen von Julia Becker   25.07.2021 | 12:00 Uhr

Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende Virusinfektion. Für den Menschen ist sie völlig ungefährlich, aber für Haus- und Wildschweine endet sie fast immer tödlich. Die ersten Fälle sind in Brandenburg aufgetaucht. Für die Bundesländer ist es deswegen wichtig, dass sie sich auf die Bekämpfung des Virus einstellen. Dafür werden auch im Saarland sogenannte Kadaversuchhunde ausgebildet.

Für die Behörden ist es einfach, das Virus an Hausschweinen in Betrieben nachzuweisen und so dafür zu sorgen, dass sich der Erreger nicht weiterbreitet.

Mit Spezialhunden gegen die Afrikanische Schweinepest
Audio [SR 3, Julia Becker, 25.07.2021, Länge: 02:56 Min.]
Mit Spezialhunden gegen die Afrikanische Schweinepest

Schwieriger wird es, wenn Wildschweine sich mit der Afrikanischen Schweinepest infizieren und dann in freier Wildbahn verenden. "Jede Minute, die ein mit der Schweinegrippe infizierter Kadaver auf dem Boden liegt, ist schlecht", sagt René Wiese. Denn das Virus verbreite sich rasend schnell. Wiese ist Berufsjäger und bildet die sogenannten Kadaverspürhunde aus.

Vorbereitung für den Ernstfall

Die Hunde lernen, wie sie Wildschweinkadaver aufspüren. Diese könnten dann auf den Grippeerreger untersucht werden. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Afrikanische Schweinepest von Georgien aus immer weiter Richtung Westen ausgebreitet. Bisher gab es im Saarland zwar noch keinen Fall. Aber man wolle vorbereitet sein, erklärt Ausbilder Wiese.

Elf Kadaversuchhunde gebe es schon, fünf weitere sollen nun dazu kommen. Die Kosten von rund 1000 Euro für die Ausbildung eines Hundes übernimmt das saarländische Umweltministerium.

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 25.07.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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