Kasbruch-Hexen aus Neunkirchen (Foto: SR)

Hexennacht und 1. Mai im Saarland

Onlinefassung: Andree Werner mit Informationen von Simin Sadeghi   30.04.2019 | 07:17 Uhr

Die Nacht auf den ersten Mai gehört auch im Saarland traditionell den kleinen und großen "Hexen". Neben dem Besen zählen auch manchmal Rasierschaum und Klopapier zu den "wichtigen" Hexen-Utensilien.

Auch wegen dieser "Utensilien" haben sich wohl manche Saarländer für heute einen kleinen Merkzettel geschrieben:

1. Auto in die Garage fahren!

2. Haus verbarrikadieren!

Wer Kinder und Jugendliche in der Nachbarschaft hat, weiß: Manchmal kann es in der Hexennacht ausarten. Wenn es nur Rasierschaum und Klopapier am Außenspiegel sind, hat man noch Glück.

Tradition oder schon Sachbeschädigung?

Wenn die Hexen in der Nacht zum ersten Mai unterwegs sind und ihr "Unwesen" treiben, sprechen manche schon eher von einer Sachbeschädigung. Oder ist es doch noch eine gute, alte "Tradition"? Wir haben bei den Saarländerinnen und Saarländern nachgefragt und teils erstaunliche Dinge auf der Straße erfahren.

Audio

Hexennacht: Tradition oder Sachbeschädigung?
Audio: Simin Sadeghi, Länge: 01:51 Min
Hexennacht: Tradition oder Sachbeschädigung?

Erinnerungen der SR 3-Hörerinnen und Hörer

Regina B. aus St. Ingbert: "In unserem Garten hatten wir eine mächtigen Kirschbaum. Dort haben die Hexen  den Grill und die Grillutensilien in die Krone geschafft. Ein anderes Mal haben sie in den Durchgang zum Garten ein Spinnennetz gewebt, sehr hübsch. Wir wissen natürlich, wer das war und haben uns entsprechend bedankt. Eine gute Bekannte hat mir erzählt, dass die Hexen ihre Sitzgarnitur in den Vorgarten verfrachtet und ein Schild dazu gestellt  haben mit der Aufschrift: Café geöffnet!"
Rolf Z. aus Heusweiler: "Wir hatten mal alle Mörtelmaschinen aus dem Neubaugebiet auf den Sportplatz gebracht. Als dann am 1. Mai Fußball gespielt werden sollte, mussten zuerst die Speissmaschinen weg und ihren Besitzern zugeteilt werden. Die beste Maschine war jedem, die alte war Keinem!"
Elke (unbekannter Wohnort) : "Hallo Ihr Lieben. Ich kann mich daran erinnern, dass sie in Rohrbach mal dem Pfarrer die Tür zugemauert haben.Sie haben oben ein Stück offen gelassen, sodass er rausgucken konnte."


Der 1. Mai

Am 1. Mai selbst stehen in der Regel etwas andere Traditionen im Mittelpunkt: mit dem "Ziehwäähnsche" loslaufen, demonstrieren gehen oder auch Spargelessen oder Mai-Bowle trinken. Fast jeder hat seine ganz eigenen Traditionen am 1. Mai. Wir haben die Saarländerinnen und Saarländer gefragt, welche Traditionen sie denn an diesem besonderen Frühlingstag pflegen.

Audio

1. Mai Traditionen im Saarland
Audio: Simin Sadeghi, Länge: 01:27 Min.
1. Mai Traditionen im Saarland

Über dieses Thema wurde auf SR 3 Saarlandwelle am 30.04.2019 auch in der Sendung "Guten Morgen" berichtet.

Artikel mit anderen teilen