Matthias Maurer im All (Foto: NASA)

Unser Held im All

Michael Friemel   28.03.2022 | 10:40 Uhr

Michael Friemel bricht eine Lanze für den saarländischen Astronauten Matthias Maurer. Ja, sein Außeneinsatz an der ISS - der Höhepukt seiner Raumfahrtmission - war von Pannen begleitet. Aber wer, wenn nicht ein Saarländer, hätte diese alle bewältigen können?

Was musste er sich danach nicht alles anhören! Es sei ja nur zum Fensterputzen rausgegangen, um die Kuppel von Saharastaub zu befreien. Wofür andere zu Hause 20 Minuten benötigen, dafür habe er sieben Stunden gebraucht.

Und dann die ganzen Pannen. Seine wackelige Helmkamera, die von seinem Missionspartner erst einmal wieder festgeschraubt werden musste. Dann die Kabel und Drähte, in denen er sich – so die nachrichtensprachliche Formulierung – ordentlich verheddert habe.

Und zu guter Letzt die Flüssigkeit, die sich während der Aktion in seinem Helm angesammelt hatte. Es gab doch tatsächlich Stimmen, die behaupteten – all das könne doch nur einem Saarländer passieren.

Friemeleien: Unser Held im All
Audio [SR 3, Michael Friemel (c) SR, 28.03.2022, Länge: 02:04 Min.]
Friemeleien: Unser Held im All

Ich möchte das an dieser Stelle gerne einmal kommentieren. Ganz genau! Gut, dass es ein Saarländer war. WER, wenn nicht ein Saarländer mit all seinem Knauber- und Knoddlerwissen, wäre überhaupt fähig gewesen, sich aus diesen misslichen Lagen zu befreien, und nicht zehn Minuten später wie Sandra Bullock und George Clooney hilflos durch's All zu treiben?

Nur wer gelernt hat, nach der Winterpause die Schwenkerketten aus Dillinger Saarstahl zu entknoddlen, kann sich in 400 Kilometern Höhe aus einem Wust an billigen NASA-Drähten befreien!

Nur, wer sich mal an einem Eternit-Gäwwel feschdgekrallt hat, findet Halt an einer glatten Raumstationaußenwand.

Und was bedeutet eigentlich Flüssigkeit im Helm? Das wird Schweiß gewesen sein. Das Schwitzwasser eines Helden, das ihm bis zum Halse stand und ihn trotzdem nicht daran hinderte, für die internationale Gemeinschaft das Kühlsystem der Raumstation zu reparieren.

Wie gut, dass es ein Saarländer war. Nur, wer beim Dorffeschd die Kühlung und den Druck auf der Bierleitung mit zwei Kabelbindern in den Griff bekommt, kann links vom Mond mit Wasser im Helm die Klimaanlage der ISS reparieren!

Danke Matze. Du bist unser Held.

Michael Friemel


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